Pressestimme zum Familiennachzug

Frankfurt (ots) – Die Frankfurter Rundschau kommentiert Seehofers Pläne für den Familiennachzug:

Den von der SPD als Erfolg verkauften Koalitions-„Kompromiss“ beim Familiennachzug nutzt Seehofer nun als willkommenes Werkzeug, um seine inhumane Ausschlusspolitik gegenüber Kriegsflüchtlingen voranzutreiben. Sie können nicht zurück. Meist sind es Syrer, die vor Diktator Assad geflohen sind, und der wird trotz schwerster Verbrechen am eigenen Volk wohl unbehelligt weiterherrschen. Diese Menschen, entwurzelt und oft traumatisiert, trifft Seehofers Vorlage. Sie hat das Ziel, dass selbst die ärmliche Quote von 1000 Verwandten, die monatlich nachziehen dürfen, nicht erreicht wird. Es bleibt die Hoffnung, dass die SPD hier schnell die Bremse zieht. Für sie hängt ihre Glaubwürdigkeit daran. Für viele Flüchtlinge ihr ganzer Lebensmut.

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