Beschäftigte von Vivantes-Tochter wollen streiken

Berlin (ots) – Die Beschäftigten der Vivantes Service GmbH planen einen Arbeitskampf. »Wir wollen die Übernahme des Tarifvertrags, der im Mutterkonzern angewendet wird, sprich des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD). Wir wollen ein Ende der Tarifflucht durch Ausgliederung«, erklärte Mario Kunze, ver.di-Mitglied der Tarifkommission der Vivantes Service GmbH, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland« (Freitagsausgabe). Zur Frage, wann genau der Ausstand bei der Vivantes-Servicetochter beginnen soll, erklärte Kunze: »Bald. 24 Stunden im Voraus geben wir den Streik bekannt.« Bei der 100-prozentigen Tochter von Vivantes sind etwa 700 Mitarbeiter beschäftigt, sie sterilisieren unter anderem die medizinischen Instrumente für den Krankenhauskonzern. Hauptkritik des Gewerkschafters sind die unterschiedlichen Löhne, die bei der Service-Tochter gezahlt werden. Während der Teil der Beschäftigten, der einen Arbeitsvertrag mit Vivantes hat, nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) entlohnt werde, verdiene ein anderer Teil nach Angaben des Gewerkschafters deutlich weniger. »Die Vivantes Service GmbH dagegen ist komplett in öffentlicher Hand – hier subventionieren die Niedriglöhne die ausbleibenden Investitionen in kommunale Kliniken«, kritisierte Kunze im »nd«. Die Tarifverhandlungen bei der Vivantes-Tochter ziehen sich bereits seit zwei Jahren hin.

Quellenangaben

Textquelle:neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/59019/3908669
Newsroom:neues deutschland
Pressekontakt:neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Das könnte Sie auch interessieren:

Merkel und das Manifest Berlin (ots) - Ist die CDU noch eine Partei, in der sich echte Konservative gut aufgehoben fühlen? Diese Frage ist ungefähr so alt, wie die Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel lang ist. Am Wochenende versuchten Merkel-kritische Abgeordnete, eine zeitgemäße Antwort auf diese Frage zu finden. Mit ihrem "konservativen Manifest" wollen sie die 73 Jahre alte Volkspartei offenbar zu ihren Wurzeln zurückführen. Auch wenn es sich mancher Merkel-Kritiker wünschen mag - dieses Manifest wird Angela Merkel im 18. Jahr des Parteivorsitzes und im 13. Jahr ihrer Kanzlerschaft nicht wirklich aus dem Tr...
Hoher Symbolwert der Mütterrente Düsseldorf (ots) - Bei der Mütterrente geht es um mehr als um eine Erhöhung der Altersbezüge. Die Generation der Frauen, die vor 1992 ihre Kinder geboren haben, hatte oft keine Chance, Beruf und Familie zu vereinbaren. So ist die Mütterrente auch eine symbolische Anerkennung für das, was die Frauen bei der Erziehung der Kinder leisteten. Die Arbeit dieser Mütter wiegt das Plus in der Rente bei weitem nicht auf. Übrigens ist es egal, ob die Frauen ein, zwei oder drei Kinder großzogen - nur eine Minderheit konnte dazu berufstätig sein. Daher ist die Bundesregierung gut beraten, eine Erhöhung der...
Nahles hat die Kritiker noch lange nicht überzeugt – von MANFRED LACHNIET Essen (ots) - Nur 66 Prozent für die GroKo, genau so viele Stimmen für Andrea Nahles. Das Wahlergebnis zeigt deutlich, dass die SPD weiterhin aus zwei Lagern besteht: Da sind die Zweidrittel, für die Zukunft irgendwie "weiter so" bedeutet. Die übrigen 33 Prozent haben mit der "GroKo" nicht viel im Sinn. Insofern ist das Resultat offen und ehrlich, die früher oft geheuchelte Parteidisziplin gilt nicht mehr viel. Das ist gut im Sinne von Demokratie und Diskussionskultur. Aber zerstörerisch, wenn die beiden Lager keine gemeinsame Basis und Sprache mehr finden sollten. Andrea Nahles hat gestern ge...