Kommentar Druck machen = Von Florian Rinke

Düsseldorf (ots) – Nun sind es schon 87 Millionen Nutzer, die vom Daten-Missbrauch bei Facebook betroffen sind. Doch auch wenn der Großteil aus den USA stammt, ist verständlich, warum hiesige Politiker alarmiert sind. Der Skandal hätte genauso massiv Europäer treffen können. Insofern ist es gut, dass die EU-Politiker Druck machen: Die großen US-Digitalkonzerne haben eine Allmacht entwickelt, der die Politik mit aller Kraft entgegentreten muss. Das beginnt bei der angemessenen Besteuerung von Gewinnen und endet beim Schutz der Nutzerdaten. Als Einzelner hat man nur die Möglichkeit, die Dienste zu meiden – was angesichts der Bedeutung mit Nachteilen verbunden wäre. Neue Technologien sind ein Gewinn. Es bedarf aber der politischen Regulierung, um sie zum Segen für alle zu machen. Das war beim Auto so, das neben Mobilität Unfalltote und Abgase brachte. Also führte man die Gurtpflicht und den Katalysator ein – oft gegen Widerstände der Industrie. Und das ist bei sozialen Netzwerken und Co. ähnlich. Auch hier reagiert man ähnlich ablehnend auf Regulierung. Die Politik sollte Druck machen.

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