NADA: Kein Verständnis für fehlende Dopingkontrollen im Regionalligafußball

Berlin (ots) – Die Nationale Antidoping-Agentur NADA zeigt sich verstimmt darüber, dass sie in der laufenden Saison noch immer keine Dopingkontrollen in der Fußball-Regionalliga durchführen kann. »Es ist nicht verständlich, dass es – mangels eines fehlenden Finanzierungsmodells – in dieser Saison nicht zu Dopingkontrollen in den Regionalligen gekommen ist. Das ist aus unserer Sicht ein falsches Signal«, sagte NADA-Vorstandsmitglied Lars Mortsiefer der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Freitagausgabe). »Der Fußball hat in der laufenden Saison eine wichtige Chance verpasst, für einen überschaubaren finanziellen Beitrag in Höhe von 140.000 Euro saubere Athleten zu schützen und sein Antidoping-Engagement in Deutschland zu unterstreichen.«

Bis zur vergangenen Saison hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Kosten für die insgesamt rund 200 Kontrollen in den fünf Staffeln der vierten Klasse übernommen, doch der Dachverband hat mittlerweile die Hoheit über die Regionalligen den Regionalverbänden übertragen. »Der DFB befürwortet Dopingkontrollen in der Regionalliga und wäre auch bereit, diese finanziell zu unterstützen«, teilte der Verband dem »nd« mit. Er dürfe jedoch keine Kosten für Leistungen übernehmen, die einem Dritten zugutekommen, sonst stehen die Gemeinnützigkeit und somit Steuerbegünstigungen auf dem Spiel.

Die Regionalverbände und Klubs wollen nicht einspringen. »Mit Ausnahme der Bundesligen und der 3. Liga im Fußball werden die Kontrollen im Spitzensport nicht durch die Vereine und Verbände getragen, sondern vom Bundesministerium des Innern. Es ist sehr schwer einzusehen, dass Vereine einer vierten Spielklasse ausnahmsweise diese Kosten tragen sollen, wenn der Spitzensport in anderen olympischen Sportarten das nicht tun muss«, sagte Holger Fuchs, Geschäftsführer des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV).

Jana Miglitsch aus der Geschäftsführung des Norddeutschen Fußball-Verbands (NOV) bestätigte gegenüber »nd«, dass die fünf Regionalverbände weiterhin Dopingkontrollen haben wollen. Daher würden zur Zeit Gespräche mit dem BMI wegen der Kostenübernahme geführt, so Miglitsch. Diese seien erforderlich, da »gerade in der Regionalliga Nord viele kleine Vereine spielen, deren Finanzierung eng getaktet ist und von denen eine weitere finanzielle Verpflichtung kaum zu leisten wäre«.

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