Antidiskriminierungsbeauftragte für Berliner Schulen: 2017 zwölf antisemtische Vorfälle

Berlin (ots) – Laut der Antidiskriminierungsbeauftragten für die Berliner Schulen, Saraya Gomis, gab es im vergangenen Jahr an Berliner Schulen insgesamt zwölf antisemitische Vorfälle. »Antisemitismus an Berliner Schulen ist ein Problem«, sagte Gomis der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland« (Dienstagausgabe). Schulen seien ein Spiegelbild der Gesellschaft, dementsprechend gebe es an Schulen ebenso Antisemitismus wie überall sonst. Studien würden jedoch zeigen, dass sich nur rund zwei Prozent der Betroffenen melden würden, so die Antidiskriminierungsbeauftragte.

Am vergangenen Wochenende war ein antisemitischer Vorfall an der Paul-Simmel-Grundschule in Tempelhof bekannt geworden. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bestätigte am Montag, dass die entsprechende Schülerin kurz vor den Ferien von einem Jungen gefragt wurde, ob sie jüdisch sei. Danach habe der Junge mehrfach laut »Jude« gerufen. Nach Anhörung der Beteiligten seien die Eltern des Jungen einbestellt worden. »Wir dulden keinerlei Diskriminierung und nehmen jeden Fall sehr ernst«, betonte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Montag. In dem konkreten Fall müsse »konsequent gehandelt werden«.

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