Münster

Halle (ots) – Umso mehr ist Münster ein positives Beispiel. In den sozialen Netzwerken wurde weniger spekuliert als in München. Es wurde auch weniger gehetzt. Hingegen folgten binnen Minuten rund 300 Menschen dem Aufruf zum Blutspenden – mehr, als die Uni-Klinik bewältigen konnte. Die Polizei informierte professionell. Das alles hat mit kollektiven Lernprozessen zu tun. Anschläge und Amok-Taten finden in Zeiten von Twitter unter Livebedingungen statt. Dabei gehen Informationen, Emotionen und affektiver Meinungskampf ineinander über. Dass von der neuen Selbstbeherrschung am Samstag viel zu sehen war, darf sich die westfälische Universitätsstadt gutschreiben. Denn Gewalt aller Art trifft unsere Gesellschaft ja derzeit nicht zuletzt deshalb so empfindlich, weil wir eine nervöse Gemeinschaft und ein nervöses Land geworden sind. Münster, so scheint es, ist nicht nervös.

Quellenangaben

Textquelle:Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/47409/3910760
Newsroom:Mitteldeutsche Zeitung
Pressekontakt:Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentar zur Freilassung von Puigdemont Stuttgart (ots) - Das Oberlandesgericht in Schleswig hat umsichtig und fair entschieden: Carles Puigdemont darf ausgeliefert werden, kommt aber vorerst auf freien Fuß. Vor allem aber: Der katalanische Separatistenführer darf nicht an die Spanier überstellt werden, wenn diese ihn wegen Rebellion anklagen wollen. Insofern wurden die Mahnungen vieler Rechtsexperten erhört. Dies könnte Puigdemont bis zu 25 Jahre Haft ersparen - und das ist richtig so, denn Separatismus verstößt zwar gegen spanische Gesetze und europäische Werte, muss aber politisch bekämpft werden, nicht mit überzogenen Strafmaßna...
Kommentar zum Traditionserlass der Bundeswehr Stuttgart (ots) - Siehe da - das Ergebnis überzeugt. Dass sich der neue Traditionserlass viel stärker als der Vorgänger von 1982 auf die Geschichte der Bundeswehr bezieht, ist logisch. Den harten Trennstrich zu den Institutionen Wehrmacht und Nationale Volksarmee der DDR wird jeder Demokrat begrüßen. Vor allem weil der Erlass die Institutionen, aber nicht automatisch alle Männer für traditionsunwürdig erklärt, die in ihnen gedient haben. Bei allem verdienten Lob sei allerdings nicht vergessen: Der beste Traditionserlass wird nur so gut sein wie die, die ihn anwenden.QuellenangabenTextquelle:...
Status: nicht regierungsfähig Berlin (ots) - Zum Abschluss als CDU-Fraktionschef in Berlin ist ihm gelungen, was er in den sieben Jahren seiner Amtszeit nie geschafft hat: der große Auftritt. Florian Graf trat überraschend und mit der Spitze der Berliner CDU völlig unabgestimmt zurück. Ein Paukenschlag. Die Berliner CDU wird wieder in eine massive Führungskrise gestürzt. Monika Grütters, die Kulturstaatsministerin und Berliner CDU-Chefin steht nun als eine da, die ihren Laden nicht in Griff hat. Was bleibt? Die CDU kreiselt erst einmal weiter um sich selbst. Und das in einer Situation, in der der Streit bei Rot-Rot-Grün im...