Russland vergiftet die Weltpolitik

Düsseldorf (ots) – Wer hätte noch vor wenigen Jahren geglaubt, dass man wieder regelmäßig über Opfer von chemischen Kampfstoffen lesen würde? Doch nun ist das geächtete Teufelszeug wieder da, und verantwortlich dafür ist vor allem Russland. In Syrien hat es dafür gesorgt, dass Diktator Baschar al Assad seine Landsleute vergasen kann, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, obwohl ein UN-Rapport 2017 für den Großteil der bis dahin dokumentierten 85 C-Waffen-Einsätze eindeutig die syrische Armee verantwortlich machte. Und für den Nervengiftanschlag auf die Skripals in Großbritannien schob Moskau in gespielter Empörung der halben Welt die Schuld zu. Es ist ein zynisches Lügenspiel, aber eines mit Kalkül. Der Einsatz der geächteten Waffe ist die ultimative Regelverletzung, und Russlands Präsident Wladimir Putin dient sie dazu, dem Westen seine Machtlosigkeit zu demonstrieren. Putin will die westliche Dominanz brechen, indem er die internationale Ordnung einfach nicht mehr respektiert. Bisher ist er damit durchgekommen, abgesehen von ein paar Sanktionen, die man Russland auferlegt hat. Aber nun scheint eine Grenze erreicht, an der man Putins politischen Giftangriff stoppen muss.

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