Tag gegen Lärm am 25. April

Mainz (ots) –

Die Open Air Saison ist eröffnet! Viele freuen sich darauf, Musik endlich wieder im Freien zu genießen. Ganz gleich, ob die Musik live über die Wiese schallt, aus dem Bluetooth-Lautsprecher oder aus dem Kopfhörer – auch „schön laut“ ist schädlich für die Ohren. Davor warnt die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) anlässlich des internationalen „Tag gegen Lärm“, dessen Ziel es ist, Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm und vor allem seine Folgen zu lenken. Laut ist out.

„Hören und Lärm sind subjektiv“, sagt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). „Ob jemand etwas als angenehm oder störend laut empfindet, hängt tatsächlich von jedem selbst ab.“ Die Ohren unterscheiden darin allerdings nicht. Für sie sind alle Geräusche, die eine Lautstärke von 85 Dezibel überschreiten, auf Dauer schädlich. Zum Vergleich: 85 Dezibel entsprechen etwa einem in fünf Meter Entfernung vorbeifahrenden LKW. Konzerte erreichen 110 Dezibel, das entspricht dem Krach einer Motorsäge.

Der Tipp der Experten: Halten Sie Abstand zur Lärmquelle. Gönnen Sie den Ohren zwischendurch eine Pause. Dauerbeschallung überanstrengt die Ohren, die Gefahr einer bleibenden Hörschädigung steigt. Hier hilft vom Hörakustiker individuell angepasster Gehörschutz. Er reduziert die Lautstärke um bis zu 35 dB. Er sitzt passgenau, bequem, sicher und schützt Groß und Klein vor Hörschäden.

Ob das Gehör einwandfrei funktioniert, kann beim Hörtest festgestellt werden, den Hörakustiker bundesweit in den rund 6.400 Fachgeschäften in der Regel kostenfrei und ohne Terminvereinbarung anbieten. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit. Es lohnt sich. Es irrt, wer glaubt, dass sich die Ohren an hohe Lautstärken gewöhnen. Ist das empfindliche Gehör einmal geschädigt, kann es sich nicht mehr regenerieren. Daher ist Schutz die beste Vorsorge.

Mehr Informationen rund ums Hören und eine Vielzahl an Fakten gibt es unter www.richtig-gut-hoeren.de.

Lärm kann das Gehör irreparabel schädigen. Jedoch ist Hörverlust nicht gleich Hörverlust. Daher ist es wichtig, dass der Hörakustiker oder HNO-Arzt feststellt, wo das Problem besteht. Beispielsweise im Mittelohr? Oder im Innenohr? Je nach Ergebnis unterscheidet sich auch die Versorgung des Hörverlustes. Die verschiedenen Arten des Hörverlustes stellt Ines Jonen, Delegierte der biha, vor. https://www.youtube.com/watch?v=s7QzElHb97w

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Tendenz steigend. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit 6.400 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk ca. 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit qualitativ hochwertigen, volldigitalen Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha) vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für die begleitende Feinanpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der Hörsystemfunktionen zuständig. Daneben organisiert er – wenn der gesetzliche Anspruch besteht – die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen und steht für Wartung und Reparaturen der Hörsysteme bis zu einem gewissen Grad zur Verfügung.

Darüber hinaus berät er zu Gehörschutz und speziellem technischem Zubehör. Der Hörakustiker verfügt über theoretisches Wissen aus der Akustik, Audiologie, Psychologie und Hörsystemtechnik und über praktische Fertigkeiten zur Audiometrie.

Quellenangaben

Bildquelle:ne Lärm geht’s auch! Hörakustiker helfen mit Gehörschutz für die Ohren / Copyright: biha, 2018. Fotograf: Olaf Malzahn. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/70547
Textquelle:Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/70547/3915552
Newsroom:Bundesinnung der Hörakustiker KdöR
Pressekontakt:Dr. Juliane Schwoch (biha)

schwoch@biha.de

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