Deutsche AIDS-Hilfe begrüßt Conchitas HIV-Coming-out, beklagt Stigma

Berlin (ots) – Zum aktuellen Statement von Conchita Wurst erklärt Björn Beck vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe:

„Die Deutsche AIDS-Hilfe gratuliert Conchita Wurst zu ihrem selbstbewussten HIV-positiven Coming-out. Zutiefst bedauerlich ist, dass es offenbar unter Druck zustande kam.“

Conchita Wurst alias Tom Neuwirth hat sich nicht erpressen lassen, sondern das Heft des Handelns selbst in die Hand genommen und deutlich gemacht: Jeder Mensch hat ein Recht darauf, selbst zu bestimmen, wer von seiner HIV-Infektion erfährt. Und: Mit HIV kann man heute gut leben. Unter Therapie ist HIV nicht mehr übertragbar.

Für diese klaren Worte gebührt Conchita Wurst großer Respekt.

Zugleich berichtet Conchita von der Drohung eines Ex-Freundes, ihre Infektion öffentlich zu machen.

Das zeigt: Wir sind gesellschaftlich noch weit davon entfernt, dass man mit HIV ganz selbstverständlich leben kann. Menschen mit HIV erleben immer noch Stigmatisierung und Schuldzuweisungen.

Das positive Coming-out von Conchita wird vielen Menschen mit HIV Mut machen. Der Druck, unter dem es entstanden ist, kann aber auch Angst machen, weil das Stigma deutlich wird, das HIV heute noch bedeutet.

Unser Ziel ist, dass ein ganz selbstverständliches Leben mit HIV möglich ist. HIV darf nicht für Angriffe taugen. Niemand sollte Angst haben müssen, dass seine HIV-Infektion bekannt wird.

Wir sind sicher: Conchita Wurst wird viel zu diesem Ziel beitragen. Sie verdient dabei jede Unterstützung!“

Quellenangaben

Textquelle:Deutsche AIDS-Hilfe, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/14407/3917354
Newsroom:Deutsche AIDS-Hilfe
Pressekontakt:Deutsche AIDS-Hilfe
Holger Wicht
Pressesprecher
Tel. (030) 69 00 87 – 16
Mobil: 0171 274 95 11
presse@dah.aidshilfe.de
www.aidshilfe.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Bürger schätzen deutsche Gerichte als überlastet ein – ROLAND Rechtsreport 2018 untersucht die … Köln (ots) - - Mehr als jeder dritte Bundesbürger hält die Gerichte für überlastet. - Nur jeder Vierte glaubt, dass die Gerichte gewissenhaft und gründlich arbeiten. - Bevölkerung kritisiert lange Verfahren, zu milde Strafen und ungleiche Behandlung vor Gericht. - Vertrauen in die Institutionen ist in Ostdeutschland deutlich geringer als im Westen. Mehr als jeder dritte Bundesbürger ist der Ansicht, dass die deutschen Gerichte überlastet sind. Das geht aus dem ROLAND Rechtsreport 2018 hervor. Im Vergleich zum ersten Rechtsreport aus dem Jahr 2010 ist die Anzahl derer, die eine Überlastung beme...
Verwaltungsgerichte am Limit: „ZDF.reportage“ über Klagewellen Mainz (ots) - Rund zwei Drittel aller Asyl-Ablehnungsbescheide landen vor Gericht. Die deutschen Verwaltungsgerichte sind auf eine solche Klagewelle, die allein im vergangenen Jahr über 200.000 Verfahren mit sich brachte, nicht vorbereitet. Welche Folgen das für Richter wie Betroffene hat, beleuchtet am Sonntag, 29. April 2018, 18.00 Uhr, die "ZDF.reportage: Klagen über Klagen - Verwaltungsgerichte am Limit". Die Bundesländer reagieren unterschiedlich. Einige ziehen Richter von Sozial- und Arbeitsgerichten ab und lassen sie bei den Asylentscheidungen aushelfen. Andere setzen auf mehr Neuanstel...
Amtierende Miss Germany, Anahita Rehbein, wird Unterwäsche Model Hamburg (ots) - Die 23-Jährige Schwäbin, die erst kürzlich aus 22 Finalistinnen zur Miss Germany gewählt wurde sorgt auch nach der Wahl weiterhin für Aufmerksamkeit. Der bewährte Model Manager und Geschäftsführer der renommierten Agentur MGM Models, Marco Sinervo, nahm Anahita unter Vertrag und kurze Zeit später begeistert die schönste Frau der Republik nun auch als Unterwäsche Model ihre Fans. "Anahita hat neben den perfekten Model Maßen und ihrem makellosen Äußeren eine überwältigend natürliche Ausstrahlung. Das ist eine ganz wunderbare Kombination" so Sinervo und bestätigt damit was auch di...