Nahles-Gegenkandidatin Simone Lange beschwert sich über SPD-Spitze: „Zehn Minuten Redezeit …

Kiel (ots) – Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange, Gegenkandidatin von Andrea Nahles für den SPD-Vorsitz, fordert beim Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden mehr als zehn Minuten Redezeit. „Dieser Sonderparteitag wurde einzig mit dem Ziel einberufen, die neue Vorsitzende zu wählen, und dann werden zur Kandidatinnenvorstellung zehn Minuten angeboten“, sagte Lange in einem Interview mit den „Kieler Nachrichten“ (Montagsausgabe).

Das sei für die weniger bekannte Kandidatin ungerecht. „Mit diesen zehn Minuten schaden sie nicht mir. Sie schaden dem Ansehen der Partei.“ Mindestens wolle sie 30 Minuten zu den Delegierten sprechen. Gegebenenfalls werde sie beim Parteitag die Änderung der Geschäftordnung beantragen.

Lange warf der Parteiführung vor, mit ihr insgesamt nicht souverän umzugehen. Auf der Homepage der SPD sei sie so lange nicht aufgetaucht, bis Mitglieder Druck gemacht hätten. „Man versucht, mich zu verschweigen, man lässt sich nicht auf ein Gespräch mit mir ein.“ So seien ihr Nahles und der amtierende Bundesvorsitzende Olaf Scholz in den vergangenen Wochen aus dem Weg gegangen. „Andrea Nahles hat behauptet, mich auf einen Kaffee angefragt zu haben, und ich hätte keine Zeit gehabt. Andersrum war’s.“ Lange weiter: „Es ist die Sozialdemokratie, die gerade ihr Gesicht zeigt. Deshalb müssen wir uns nicht fragen, warum wir gerade bei 18 Prozent stehen.“

Quellenangaben

Textquelle:Kieler Nachrichten, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/40115/3917676
Newsroom:Kieler Nachrichten
Pressekontakt:Kieler Nachrichten
Chefredakteur
Christian Longardt
Telefon: 0431/903-2810
christian.longardt@kieler-nachrichten.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Solider Scholz. Kommentar von Simon Zeise zum Haushaltsplan des Finanzministers Berlin (ots) - Rechts von Scholz ist nur noch die Wand. Der Finanzminister hat den Neoliberalismus auf jeder Seite des Haushaltsetats festgeschrieben. Stolz erklärte Scholz am Mittwoch der Neuverschuldung eine Absage. Die Investitionsquote will er jährlich drücken. Für Schulen, Kindergärten und marode Straßen sind 2019 37,9 Milliarden Euro vorgesehen. 2022 wird diese Zahl dann auf 33,5 Milliarden Euro sinken. Der DGB rügte den Minister: »Es braucht nicht weniger, sondern dauerhaft mehr Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, zukunftsfähige Infrastruktur und andere Bereiche«, fiel ihm Vorstandsm...
Laschet duldet keinen türkischen Wahlkampf in NRW Düsseldorf (ots) - Die NRW-Landesregierung hat keine Bedenken gegen den geplanten Besuch des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu, der am 29. Mai in Solingen eine Rede zum Gedenktag des Brandanschlags auf das Haus der türkischstämmigen Familie Genç vor 25 Jahren in Solingen halten will. NRW-Minsterpräsident Armin Laschet (CDU) warnt allerdings vor einem Missbrauch des Auftritts für Wahlkampfzwecke. Laschet sagte der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe): "Unsere Haltung ist vollkommen klar: Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsmitglieder darf es in Nordrhein...
Kommentar Werte-Export = Von Matthias Beermann Düsseldorf (ots) - Der Europarat hat eine Aufgabe, die in diesen Tagen vielleicht wichtiger ist denn je: die Förderung und Bewahrung von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit. Dass dem Gremium auch Mitglieder angehören, die - vorsichtig gesagt - auf beiden Feldern Nachholbedarf haben, ist zwar irritierend, aber man kann ja argumentieren, dass sich auf Länder wie die Türkei oder Russland so immerhin positiv einwirken lässt. Und natürlich auch auf Aserbaidschan. Nur leider hat es mit dem Export europäischer Werte dorthin nicht so recht geklappt. Stattdessen korrumpierte der öl- und...