Nicht naiv sein Kommentar von Mario Thurnes zur Erschließung der Arktis

Mainz (ots) – Die Erschließung der Arktis ist eines der Projekte, die das 21. Jahrhundert bestimmen werden. Die Rohstoffe sind dort. Und weil die Eismasse zurückgeht, wird es rentabler, sie zu gewinnen. Das können Umweltschützer aus gutem Grund furchtbar finden: Die eine Zerstörung der Natur ermöglicht die nächste. Aber zu glauben, eine Erschließung ließe sich auf lange Sicht mit Appellen verhindern, ist naiv. Die Weltbevölkerung explodiert, aus einstmals rückständigen Staaten werden Wirtschaftsnationen. Und während der Bedarf an Rohstoffen steigt, verringert sich das Angebot. Damit werden die Schätze der Arktis für die Anrainer auf lange Sicht zu attraktiv und die Versuchung zu groß, sie nicht doch zu nutzen. Und dass sich unterschiedliche Interessen wie die der Europäischen Union, Chinas, Russlands, der USA und Norwegens auf Dauer unter einen Hut bringen lassen, ist angesichts der jetzigen, beschränkten Fähigkeit, Kompromisse zu finden, reine Utopie. Für die Europäische Union, die Anlieger der Arktis ist, stellt sich die schwierige Frage: Schauen wir den anderen Nationen zu, wie sie die Rohstoffe für sich gewinnen und trösten uns mit unserer moralischen Überlegenheit? Die realistische Antwort darauf lautet „Nein“. Nur ist unsere bisherige Strategie dabei halbherzig. Womit Europa einen guten Schritt weiter ist als die USA. Deren Präsident Donald Trump hat zwar bereits angekündigt, vor der Arktis verstärkt nach Öl bohren lassen zu wollen. Konzepte, wie amerikanische Trupps dabei unterstützt werden könnten, fehlen aber fast vollständig.

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