Protest lohnt sich in Berlin – Kommentar von Gudrun Mallwitz

Berlin (ots) – Jahrelang haben die rund 3500 Einsatzkräfte bei der Berliner Berufsfeuerwehr vergebens für eine bessere Bezahlung, für mehr Kollegen und eine bessere Ausrüstung gekämpft. Jetzt stehen sie vor merklichen Verbesserungen. Der wochenlange Dauerprotest durch die Mahnwache am Roten Rathaus zeigt Wirkung: In einem Gespräch mit Innensenator Andreas Geisel (SPD) wurden nun erste Erfolge erzielt.

Damit zeigt sich wieder einmal: Es lohnt sich durchaus, für seine Belange einzutreten. In Berlin gilt das derzeit vor allem für die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Denn nach den harten Sparjahren – sie waren notwendig, da das hoch verschuldete Berlin sonst nicht mehr handlungsfähig gewesen wäre – ist der finanzielle Spielraum endlich da. Er bietet nunmehr die Chance, den Sanierungsstau abzubauen, sein Personal besser zu bezahlen und Verstärkung einzustellen.

Nicht nur Feuerwehr und Polizei dürfen deshalb auf längst fällige Erleichterungen hoffen. Auch angesichts der zunehmenden Schwierigkeit, Personal zu finden, bezahlt das Land die Lehrer inzwischen besser. Nun fordern auch Berlins Erzieher eine bessere Entlohnung. Zu Recht. Rot-Rot-Grün berät bereits hinter den Kulissen über eine Berlin-Zulagen-Regelung auch für die Erzieher. Das ist zu begrüßen: Auch sie hätten sie – wie die Kollegen von der Feuerwehr – verdient.

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