Pressestimme zu Rap und Antisemitismus

Frankfurt (ots) – Die Frankfurter Rundschau kommentiert die Debatte über antisemitische Rap-Musik:

Die Rapper, die mit solchen Tabubrüchen spielen, mögen vor allem auf blanke Provokation abzielen, unabhängig vom Inhalt. Aber sie folgen damit genau dem Muster, dessen sich auch der politisch organisierte rechte Rand besonders gern bedient. Sie beteiligen sich an einer leider breiter werdenden Strömung, die das Brechen von Tabus, die Erweiterung der „Grenzen des Sagbaren“, die Vergiftung des öffentlichen Diskurses zu ihrer Strategie gemacht hat. Diese Strategie hat das Ziel, über die politische Sprache Stück für Stück auch die politische Wirklichkeit zu verändern: Wenn es gelingt, die Rücksicht auf Minderheiten im Sprachgebrauch zu „überwinden“, dann wird es auch leichter, das entsprechende Handeln durchzusetzen. Bei der Flüchtlingspolitik ist inzwischen seit Jahren zu beobachten, wie das geht.

Quellenangaben

Textquelle:Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/10349/3919248
Newsroom:Frankfurter Rundschau
Pressekontakt:Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3989

Das könnte Sie auch interessieren:

Das Verhältnis kühlt weiter aus – ein Kommentar von JAN JESSEN Essen (ots) - Wer gedacht hatte, schon wegen der in Russland ausgetragenen Fußball-Weltmeisterschaft, die in wenigen Wochen beginnt, könne ein Hauch von Frühling in die Beziehungen zwischen dem Westen und Moskau einziehen, der hat sich getäuscht. Die konzertierte Ausweisung von russischen Diplomaten lässt das Verhältnis noch deutlich weiter auskühlen. Der in Teilen von Nato und EU abgestimmte Schritt hatte sich bereits vor dem Wochenende abgezeichnet, als sich der Europäische Rat in der Affäre um den mutmaßlich vergifteten Doppelagenten Sergej Skripal unmissverständlich an die Seite Großbritan...
Gysi: Merkels Regierung sollte neutrale Vermittler-Rolle im Syrien-Krieg einnehmen Düsseldorf (ots) - Der Chef der Europäischen Linken, Gregor Gysi, hat die Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als neutrale Vermittlerin im Syrien-Krieg vorgeschlagen. "Ich wäre glücklich, wenn meine Regierung eine neutrale Vermittlerrolle einnehmen würde", sagte Gysi der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Deutschland müsse sich als global denkender Nato-Partner und mit der Kraft einer ganzen Regierung dafür anbieten. Die Bundesregierung müsse sich neutral verhalten und weder für die einen noch für die anderen Stellung beziehen. Merkel müsse die erst...
Kommentar Religiöse Konflikte in der Schule Erschütterung reicht nicht aus Carolin … Bielefeld (ots) - Die Erschütterung ist groß, als der Vater einer jüdischen Grundschülerin aus Berlin öffentlich macht, dass seine Tochter von muslimischen Mitschülern mit dem Tod bedroht wird, weil sie nicht an Allah glaubt. Ebenso groß ist das Bedürfnis vieler Politiker diese Tat als Einzelfall einzustufen. Allen voran erklärt Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) routiniert, dass der Fall zwar besorgniserregend ist, aber nur ein Einzelfall. Eine Aussage, die exemplarisch dafür steht, was aktuell in Deutschland falsch läuft. Obwohl Angriffe muslimischer Schüler zunehmen, wird das Proble...
Israelzum Gaza-Streifen Bielefeld (ots) - Israel will am 14. Mai den 70. Jahrestag seiner Gründung feiern. Die Palästinenser nennen diesen Tag »Nakba«: Katastrophe. Und man muss leider befürchten, dass es zu einer solchen kommen könnte. Denn es gibt ein Szenario, das den jüdischen und demokratischen Staat mit Sorge umtreibt. Wie könnte Israel reagieren, wenn Hunderttausende Palästinenser im Westjordanland und im Gaza-Streifen am 14. Mai zur Grenze marschieren und gegen die Vertreibung vor 70 Jahren, gegen die Besatzung seit 51 Jahren, gegen die Abriegelung Gazas seit elf Jahren und für ein Recht auf Rückke...
Es kommt auf die Mischung an – Kommentar von Lorenz Vossen zu den Vorbereitungen Berlins für ein … Berlin (ots) - Nur ein intelligenter Verkehrsmix kann bewirken, dass die Luftwerte unter den erlaubten Grenzwert sinken und dass einzelne Verkehrsteilnehmer nicht komplett ausgesperrt werden. Natürlich liegt die Hauptverantwortung beim Bund, Stichwort blaue Plakette, Stichwort Hardware-Nachrüstungen. Aber Berlin muss weiter aus seinem "kleinen Instrumentenkasten" schöpfen, wie Verkehrssenatorin Günther (parteilos, für Grüne) es nennt. Das heißt unter anderem: Mehr grüne Wellen endlich verstärkt auch dort einrichten, wo Tempo 50 gilt. Endlich die Intermodalität - die Vernetzung einzelner Verkeh...
Streiks im Öffentlichen Dienst Verdi-Chef baut an seinem Denkmal Rasmus Buchsteiner, Berlin Bielefeld (ots) - Sie betreuen unsere Kinder in der Tagesstätte. Sie halten unsere Straßen sauber und holen unseren Müll ab. Sie stellen Personalausweise aus, schreiben Gesetzentwürfe, fällen Asylentscheidungen, sorgen für Sicherheit nicht nur an Flughäfen und Bahnhöfen. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes halten die Republik am Laufen. Es gibt keinen Bürger, der nicht täglich von ihrer Arbeit profitieren würde. Dass es spürbar wird, wenn die Gewerkschaften die Muskeln spielen lassen und auf Warnstreiks setzen, kann niemanden verwundern. Tatsächlich ist es gut, sich noch einmal vor Aug...
Kölnische Rundschau: Kommentar zur Lage in Syrien Köln (ots) - Säbelrasseln Sandro Schmidt zur Lage in SyrienEin wohl neuerlicher, verwerflicher Einsatz von Giftgas durch das syrische Regime, massive amerikanische und französische Drohungen, sie würden dieses zur Rechenschaft ziehen, unverblümte russische Hinweise an den Westen auf seine Bündnisverpflichtungen gegenüber Damaskus, schließlich ein - wahrscheinlich israelischer - Luftangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt, bei dem auch iranische Soldaten ums Leben kommen: Der zum Stellvertreterkrieg der Regional- sowie der Großmächte mutierte Bürgerkrieg in Syrien entwickelt sich in...
Handwerkspräsident fordert von Bundesarbeitsminister Lockerung der Arbeitszeit-Regeln Düsseldorf (ots) - Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) aufgefordert, die gesetzlichen Arbeitszeit-Regelungen zu lockern. "Die Digitalisierung wirkt sich natürlich auch auf die Arbeitszeiten aus: Ein zu enges Arbeitszeit-Korsett und zu starre und unflexible arbeitsrechtliche Vorschriften tun der Wirtschaft nicht gut", sagte Wollseifer der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). "Wir hoffen, dass der neue Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bereit ist, mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten und im Arbeitsrecht zuzulassen",...
„Rhein-Neckar-Zeitung“ (Heidelberg) zur Islamdebatte Heidelberg (ots) - Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, ist eine klassische Phantomdiskussion: Sie ist völlig unkonkret, hilft niemandem, und ihre Beantwortung löst kein einziges Problem. Ob man sie nun mit Ja oder Nein beantwortet - für den Alltag der meisten Menschen ändert sich dadurch überhaupt nichts. Viel sinnvoller wäre es also, über Themen zu diskutieren, die wirklich wichtig sind, etwa den Pflegenotstand oder den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Doch Horst Seehofer geht es um etwas anderes - um den Wahlkampf in Bayern und um den Versuch, das konservative Profil zu stärken. Wo...
. . . Kontrolle ist besser Düsseldorf (ots) - Manche Anlageprodukte, die vor allem Investmentbanker in den 90er Jahren erfanden, haben sich in der Finanzkrise teils als veritable Brandbeschleuniger erwiesen. Deshalb kann die Bankenaufsicht auch heute, ein Jahrzehnt danach, die Branche nicht scharf genug kontrollieren, wenn sie derartige Auswüchse verhindern will. Dass die Deutsche Bank die Erste ist, deren Investmentbanking von der Bankenaufsicht gesondert getestet wird, ist allein noch kein Grund für Misstrauen. Es geht hier nicht um akute Angst vor einer Pleite; das Kapitalmarktgeschäft der Bank gehört zu den größten ...
Obergrenze als Politikum Berlin (ots) - Kurzform: Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagt kämpferisch, die Obergrenze sei ein Mittel gegen Ausgrenzung. Jedes Kind könne jetzt in jede Kita. Klingt gut, aber die Wahrheit ist eine andere. Exklusive Kitas mit hohem Bildungsanspruch und vielen Angeboten werden über Eltern-Fördervereine das zusätzliche Geld hereinholen. Die Stadt verändert sich, es gibt zunehmend auch Eltern mit Geld, die solche Angebote für ihre Kinder wünschen. Das ist ihr gutes Recht. Senatorin Scheeres mag gegen Segregation kämpfen, aber mit einer pädagogischen 90-Euro-Obergrenze ändert sie nichts....
Handwerk verdoppelt Zahl der Flüchtlinge in Ausbildung auf 11.000 Düsseldorf (ots) - Das Handwerk bildet immer mehr Flüchtlinge aus: Die Zahl der Auszubildenden aus den acht häufigsten Asylzugangsländern im Handwerk hat sich 2017 gegenüber dem Vorjahr von 4600 auf 11.000 mehr als verdoppelt. Das geht aus aktuellen Daten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) vorliegen. 2015 gab es demnach erst 2400 Azubis aus den acht Hauptasylländern, 2016 dann 4600. Die meisten neuen Auszubildenden kamen im vergangenen Jahr aus Afghanistan (4307), Syrien (3101) und dem Irak (1124)...
Radfahrer und Fußgänger sollen besser vor tödlichen Unfällen geschützt werden Saarbrücken (ots) - Angesichts vieler tödlicher Verkehrsunfälle mit abbiegenden Lkw erhöhen die Bundesländer den Druck auf die Bundesregierung, Radfahrer und Fußgänger besser zu schützen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Samstag) berichtet, fordern fünf Länder verpflichtende "Abbiegeassistenzsysteme" für schwere Lkw sowie eine Nachrüstpflicht. Laut Zeitung geht dies aus einem Antrag der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Thüringen an den Bundesrat hervor, der Ende April beraten werden soll. Darin wird die Regierung aufgefordert, sich "noch intensiver als bisher" bei der EU dafür einz...
Europagericht zu kirchlichem Arbeitsrecht Sonderrechte brauchen Gründe Sigrun Müller-Gerbes Bielefeld (ots) - Darf der Glaube eines Menschen eine Rolle spielen bei der Frage, ob er eine Stelle bekommt? Das Grundgesetz sagt nein: In Deutschland darf niemand "wegen seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt" werden, heißt es da. Kein Arbeitgeber dürfte sich erlauben, einem Muslim wegen seines Glaubens zu kündigen, einen Juden mit Verweis auf die Religionszugehörigkeit aus dem Bewerbungsverfahren zu werfen oder einem Atheisten deshalb eine Stelle zu verwehren. Kein Arbeitgeber? Doch. Die beiden Kirchen, die zu den größten Arbeitgebern im Land gehören,...
Kommentar Pragmatischer Ansatz = Von Kirsten Bialdiga Düsseldorf (ots) - Es ist ein vielversprechender Ansatz. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will ermöglichen, dass Grundschuldirektoren künftig in Teilzeit arbeiten können. Ein entsprechender Pilotversuch soll schon mit Beginn des neuen Schuljahres starten. Das Problem harrt schon länger einer Lösung: Jede siebte Schulleiter-Stelle in NRW ist vakant. Gerade an den Grundschulen wollen Lehrerinnen häufig lieber in Teilzeit arbeiten, eine Leitungsposition kam damit bisher für sie nicht infrage. Mit ihrer neuen Initiative beweist die Schulministerin Pragmatismus. Indem sie die Jobsharing-Ide...
Die Euphorie ist verflogen Berlin (ots) - Kurzform: Trotz Differenzen können Merkel und Macron einen gemeinsamen Nenner finden. Dass Deutschland mehr für Europa zahlt und dabei auch Geld für Investitionen lockermacht, steht bereits im Koalitionsvertrag. Nur wird dies im Rahmen des EU-Haushalts geschehen und nicht in einem dafür extra geschaffenen Etat für die Eurozone. Damit wird Macron leben müssen und können. Darüber hinaus werden beide bis zum EU-Gipfel im Juni genug Felder finden, bei denen sie den Schulterschluss demonstrieren können: Eine gemeinsame EU-Außenpolitik ist angesichts schwerer internationaler Krisen wi...
Kim in China Halle (ots) - Kim ist zunehmend in ein System gegenseitiger Verpflichtungen eingebunden, statt allein in seinem isolierten Land ein gefährliches Spiel zu spielen. Das ist eine Kehrtwende von bemerkenswerten Ausmaßen. Im Jahr 2013 hatte Kim die Sonderwirtschaftszone Kaesong schließen lassen und damit das letzte gemeinsame Projekt mit dem Süden beerdigt. Seitdem hat er den Amerikanern wahlweise mit "Vernichtung" oder einem "nuklearen Präventivschlag" gedroht und den Bau von Raketen forciert. Kim gibt damit einige Trümpfe aus der Hand. Das überrascht. Doch es steht zu erwarten, dass er sein Entg...
Bewegendes Doku-Drama im Ersten: „Das Wunder von Leningrad“ München (ots) - August 1942: Inmitten des unfassbaren Leids der Blockade von Leningrad durch die deutsche Wehrmacht soll ein Orchesterdirigent einen nahezu unmöglichen Auftrag erfüllen: die Uraufführung von Dimitri Schostakowitschs "Leningrader Sinfonie". Die Aufführung wird zum Symbol eines kurzen Triumphs der Kultur über die Barbarei des Krieges. Eindrückliche Interviews mit Zeitzeugen, einzigartige Archivaufnahmen aus dem besetzten Leningrad und aufwendig produzierte Spielszenen zeichnen die erschütternde Geschichte einer der berühmtesten Symphonien des letzten Jahrhunderts nach. Die Belage...
Berlin: GEW fordert 500 Euro mehr pro Monat für Erzieher Berlin (ots) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert Sofortmaßnahmen für eine bessere Bezahlung von Erziehern in Berlin. »Grundschullehrer verdienen demnächst 500 Euro mehr - das muss mindestens auch für Erzieher gelten«, sagte die Berliner GEW-Landesvorsitzende, Doreen Siebernick, im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland« (Dienstagausgabe). Dies sei als »Sofortmaßnahme« möglich, so die Gewerkschaftsvorsitzende. »Das geht niedrigschwellig und unabhängig vom Bund«, erklärte Siebernik. »Durch Zulagen könnten die Gehälter schnell angehoben we...
Nahles-Gegenkandidatin Simone Lange beschwert sich über SPD-Spitze: „Zehn Minuten Redezeit … Kiel (ots) - Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange, Gegenkandidatin von Andrea Nahles für den SPD-Vorsitz, fordert beim Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden mehr als zehn Minuten Redezeit. "Dieser Sonderparteitag wurde einzig mit dem Ziel einberufen, die neue Vorsitzende zu wählen, und dann werden zur Kandidatinnenvorstellung zehn Minuten angeboten", sagte Lange in einem Interview mit den "Kieler Nachrichten" (Montagsausgabe). Das sei für die weniger bekannte Kandidatin ungerecht. "Mit diesen zehn Minuten schaden sie nicht mir. Sie schaden dem Ansehen der Partei." Mindestens wolle s...
Tags: