Verkehrsminister wollen Raser mehr zur Kasse bitten Den Faktor Mensch nicht vergessen Matthias …

Bielefeld (ots) – Die einen nennen es zügiges Fahren, die anderen Raserei. Tatsache ist, dass auf den meisten Straßen Tempolimits gelten, innerorts 50 Kilometer pro Stunde. Ob es nun Gedankenlosigkeit oder individuelle Interpretation der Verkehrsregeln ist: Nicht jeder Kraftfahrer hält sich immer und überall an diese Vorschriften. Diese Vergehen sollen nun mit höheren Bußgeldern bestraft werden, fordern die Verkehrsminister. Diesen Schritt kann man grundsätzlich nachvollziehen. Denn in den meisten Nachbarstaaten werden Tempovergehen deutlich höher sanktioniert. Wer etwa in Norwegen 20 km/h schneller fährt als erlaubt, wird laut ADAC mit mindestens 375 Euro zur Kasse gebeten. Fahrer aus solchen Ländern könnten bei ihrem Transit durch Deutschland also durchaus dazu animiert werden, mit dem Gaspedal hier etwas lockerer umzugehen – zu Lasten der Verkehrssicherheit. Verhindern Bußgelder die Raserei und in der Folge schwere Unfälle aber grundsätzlich? Dies ist unter Experten umstritten. Die Gewerkschaft der Polizei hält Kontrollen für wichtiger als höhere Strafen. Ziehen wir einen Strich unter die Debatte: Höhere Bußgelder für Raserei sind eine Art Gelbe Karte für diejenigen, die meinen, es sei in ihr Belieben gestellt, ihr Reisetempo grundsätzlich selbst zu bestimmen. Den Faktor Mensch ersetzt dies nicht. In verdichteten Verkehrsräumen hilft nur Umsicht, Unfälle zu verhindern.

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