Maßnahmen gegen Huawei – Großbritannien will, dass die Chinesen verschwinden

Maßnahmen gegen Huawei - Großbritannien will, dass die Chinesen verschwinden

Das, was als Streit begann, entwickelt sich immer mehr zu einem echten Handelskrieg zwischen China und den USA. Erneut macht der amerikanische Präsident Donald Trump China Spionagevorwürfe und droht dem Reich der Mitte ganz offen mit drastischen Maßnahmen gegen Huawei. Trump will Huawei aus der Wirtschaft der USA ausschließen und mit seinen Maßnahmen gegen Huawei ist er nicht alleine. In Großbritannien stößt der Präsident auf offene Ohren, denn auch die Briten wollen Maßnahmen gegen Huawei und möchten, dass das Smartphone Unternehmen verschwindet.


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Eine neue Stufe der Eskalation


Der Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten nahm Ende des vergangenen Jahres offenbar ein langsames Ende, so hoffte die Welt. Diese Hoffnung war allerdings vergeblich, denn jetzt eskaliert dieser Streit wieder, und zwar mit voller Wucht. So verlängerte der amerikanische Präsident Trump das Handelsverbot gegen den chinesischen Smartphone-Hersteller um ein weiteres Jahr. Nach diesen Maßnahmen gegen Huawei drohen jetzt neue Schwierigkeiten, und zwar aus Großbritannien. Der britische Premier Boris Johnson fährt den gleichen Kurs und will Huawei aus seinem Inselreich verbannen. Dies gilt zunächst nur für den Ausbau des 5G-Netzes, ein Streitpunkt, der auch in Deutschland für Unstimmigkeiten sorgt. Johnson will nach Angaben der britischen Zeitung „The Telegraph“ die Maßnahmen gegen Huawei vorantreiben und das chinesische Unternehmen beim Ausbau des britischen 5G-Netzes nicht dabei haben.

Keine Abhängigkeit mehr

Boris Johnson möchte nicht mehr von chinesischer Technik abhängig sein, wenn es um Mobilfunknetze und Smartphones geht. Der britische Premierminister hat zusammen mit den zuständigen Behörden einen Aktionsplan entwickelt, der den Ausschluss des chinesischen Unternehmens bis spätestens 2023 vorsieht. Außerdem möchte Boris Johnson den Warenhandel mit China drastisch reduzieren. Der „Telegraph“ sieht hier als möglichen Hintergrund die bevorstehenden Verhandlungen mit den USA über ein bilaterales wirtschaftliches Abkommen, so die Zeitung. Es sind die Abgeordneten der Tories, die die Maßnahmen gegen Huawei mit Eifer vorantreiben. Sie machen die Chinesen für die Corona-Pandemie und für die schweren wirtschaftlichen Folgen verantwortlich. Der britische Premier hat sich jetzt offenbar dem Druck der Tories gebeugt, er will aber die Beziehungen zu China dennoch aufrechthalten.

Maßnahmen gegen Huawei haben nichts mit Trump zu tun

Boris Johnson will die Maßnahmen gegen Huawei nicht als Kurswandel verstehen, um dem amerikanischen Präsidenten einen Gefallen zu tun. Er wollte zunächst sogar den kompletten Ausschuss aller Netzanbieter aus China in Großbritannien. Jetzt ist aber nur Huawei betroffen. Johnson wollte den Anteil der Chinesen auf nur 35 Prozent reduzierten, jetzt ist das Unternehmen beim 5G-Ausbau völlig aus dem Rennen. Johnsons eigene Parteifreunde sehen den stetig wachsenden Einfluss chinesischer Unternehmen auf den Warenhandel sehr kritisch. Der nicht gerade transparente Umgang Chinas mit der Corona-Krise hat diese Kritik jetzt noch einmal deutlich verschärft.

Fazit zu den Maßnahmen gegen Huawei

Donald Trump wird nicht müde, in Europa Werbung für seinen strengen Kurs gegen China zu machen. In Deutschland stößt der amerikanische Präsident allerdings auf taube Ohren. Bundeswirtschaftsminister Altmaier ging auf den Vorschlag nicht ein, die Chinesen beim 5G-Ausbau außen vorzulassen, selbst Drohungen aus den USA konnten den Minister nicht umstimmen. Die Chinesen, allen voran Huawei, sind mehr als verärgert. Das Unternehmen wirft Donald Trump Willkür vor und dass der amerikanische Präsident mit dieser Entscheidung der ganzen Branche schweren Schaden zufügt.

Bild: @ depositphotos.com / rafapress

Ulrike Dietz

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