Kein Auftrag von Telefónica – erneute Niederlage für Huawei

Kein Auftrag von Telefónica - erneute Niederlage für Huawei

Huawei musste in den vergangenen Wochen und Monaten einiges wegstecken. Der Kleinkrieg mit den USA, speziell mit Präsident Trump und Google ist nur eine von vielen Baustellen. Jetzt kommt eine weitere dazu und es gibt wieder eine Niederlage für Huawei. Diesmal ist es Telefónica, dort spricht man mittlerweile von einer „wegweisenden Entscheidung“, denn das chinesische Unternehmen wird von Telefónica keinen Auftrag bekommen, das 5G-Kernnetz aufzubauen. Telefónica hat sich für einen anderen Anbieter entschieden, die Begründung macht die Niederlage für Huawei noch schmerzhafter.


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Ericsson bekommt den Zuschlag


Telefónica Deutschland stuft das 5G-Kernnetz als „besonders sicherheitsrelevant“ ein und setzt beim Ausbau auf den schwedischen Anbieter Ericsson. Damit hat sich Telefónica für ein Unternehmen aus Europa entschieden und nicht für den krisengeschüttelten chinesischen Anbieter. Eine neue schwere Niederlage für Huawei, der auf den Auftrag bis zum Schluss gehofft hatte. Telefónica hat sich durch die Zusammenarbeit mit Ericsson für eine „sichere, digitale Vernetzung des Landes“ entschieden, eine Aussage, die viele als ein sehr deutliches Signal in Richtung der Chinesen verstehen. Die bittere Niederlage für Huawei hat zugleich mit der immer lauter werdenden Kritik um mögliche Sicherheitsbedenken zu tun. Telefónica Deutschland hat sich die Entscheidung nicht einfach gemacht und alle Bewerber überprüft.

Die Niederlage für Huawei – es geht um Spionage

Immer wieder sind es Spionagevorwürfe, die eine Niederlage für Huawei bedeuten. Mit dem Ausbau des 5G-Kernnetzes erwarten Experten für die Zukunft noch mehr sicherheitskritische Übertragungen von Daten im Internet, als es heute bereits der Fall ist. Es gibt jedoch noch eine andere Seite und die heißt Industriespionage durch die Steuerung der Anlagen. Immer wieder geraten Unternehmen aus China in den Verdacht der Spionage, allerdings konnte ein Zugriff von Seite Chinas bislang noch nicht einwandfrei nachgewiesen werden. Trotzdem ist die Vergabe an Ericsson eine weitere Niederlage für Huawei.

Eine ganz besondere Verantwortung

Ein Netzbetreiber, der in ganz Deutschland dafür sorgt, dass die Menschen mit dem Smartphone telefonieren können, hat eine große gesellschaftliche Aufgabe, was die digitale und sichere Vernetzung angeht. 5G ist die digitale Zukunft und Ericsson ist nach Ansicht von Telefónica Deutschland der beste Technologiepartner. Zudem ist Ericsson leistungsfähig und bietet wirtschaftlich attraktive Preise. Nach eigenen Angaben will man bis zum nächsten Jahr ein komplettes, eigenständiges 5G-Kernnetz mit einer ebenso kompletten Cloud-Kompatibilität in die Infrastruktur einbinden. Dabei ist das Kernnetz immer der zentrale, neuralgische Punkt des Netzes, wo alle übertragenen Daten auch in Gefahr sind. Das Kernnetz, was aus vielen Hochleistungsservern und der neusten Glasfasertechnologie besteht, ist daher besonders relevant, wenn es um die Sicherheit geht. Es. Dort laufen alle Anwendungen und Daten der mehr als 26.000 Mobilstandorte in Deutschland zusammen.

Fazit zur Niederlage für Huawei

Selbst wenn die Wahl von Ericsson eine Niederlage für Huawei bedeutet, ganz aus dem Rennen sind die Chinesen noch nicht. Schon im vergangenen Dezember hat Telefónica Deutschland gemeldet, dass sowohl Nokia als auch Huawei je 50 Prozent des Zugangsnetzes aufbauen werden. Bei diesem Auftrag handelt es sich um eine Technologie an den jeweiligen Antennenstandorten. Daran hat sich bis heute nichts verändert, wie Telefónica Deutschland jetzt noch einmal erklärt hat. Der Start auf der Basis der Non-Stand-Alone-Technologie ist bereits für dieses Jahr zu erwarten, die spezifischen Anwendungen folgen später.

Bild: @ depositphotos.com / ChinaImages

Ulrike Dietz

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