So schlecht sieht die Bilanz von Gigaset aus

So schlecht sieht die Bilanz von Gigaset aus

Überall, wo das Coronavirus wütet, leiden nicht nur die Menschen, sondern hat auch die Wirtschaft in der Regel Schwierigkeiten. Dies ist auch in Deutschland der Fall, denn die Corona-Pandemie hat für eine schwere Krise beim Smartphone- und Festnetztelefon-Hersteller Gigaset gesorgt. Die Bilanz von Gigaset ist katastrophal und trifft vor allem die ohnehin schon nicht sonderlich erfolgreiche Smartphone-Sparte. Das Virus und die darauf folgende Pandemie haben einen sehr hohen Fehlbetrag in die Kasse des Unternehmens gerissen. Wie die Bilanz von Gigaset sich wieder erholen kann, ist völlig ungewiss.


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Die Bilanz von Gigaset – eine einzige Katastrophe


Der neuste Quartalsbericht über die Bilanz von Gigaset macht schon auf den ersten Blick mehr als deutlich, dass die Geschäfte in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 alles andere als gut gelaufen sind. Laut Bilanz von Gigaset ging der Umsatz allein zwischen Januar und März im Vergleich zum gleichen Zeitraum des vorigen Jahres von 45,8 auf nur noch 32,5 Millionen Euro zurück. Dieses Ergebnis, vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, ist eine sehr deutliche Verschlechterung. Das Minus von 1,9 Millionen Euro im vergangenen Jahr wurde jetzt durch einen Fehlbetrag von 7,4 Millionen Euro erhöht. Unter dem Strich steht in der Bilanz von Gigaset ein Quartalsverlust von 8,06 Millionen Euro. Im Vergleich dazu waren es im vergangenen Jahr „nur“ 4,09 Millionen Euro.

Was läuft bei Gigaset nicht rund?

Mit den sogenannten Smart-Home-Produkten konnte das Unternehmen zwischen Januar und März sogar mehr Umsatz generieren als zum gleichen Zeitpunkt 2019. Bei den Businesstelefonaten aus dem Festnetz sieht es für Gigaset genauso schlecht aus. Auf diesem Sektor ging der Umsatz von 7,7 Prozent auf heute 9,6 Millionen Euro zurück. Noch schlechter geht es dem Segment der klassischen DECT-Festnetz-Telefone für den Gebrauch zu Hause. In diesem Bereich sank der Umsatz sogar um mehr als 23 Prozent auf nur noch 25,3 Millionen Euro. Die schlechte Bilanz von Gigaset beschäftigt das Unternehmen so stark, dass viele Projekte und Aufträge auch aus dem Business-Bereich entweder verschoben oder ganz nach hinten gestellt werden.

Ganz schlecht – das Smartphone-Segment

Richtig schlecht sieht die Bilanz von Gigaset im Smartphone-Segment aus. Gab es im ersten Quartal des vergangenen Jahres noch einen Umsatz von 1,8 Millionen Euro durch die teilweise noch in Deutschland gefertigten Geräte, so steht für den gleichen Zeitraum 2020 ein negativer Umsatz von 3,7 Millionen Euro in den Büchern von Gigaset. Als Grund sieht das Unternehmen die mit der Pandemie verbundenen Schließungen der Geschäfte im Einzelhandel. Die von der Politik erzwungene Schließung der Geschäfte im stationären Handel hat eine Größenordnung von rund 30.000 Geschäften. Dies führte über einen so langen Zeitraum zu einem massiven Einbruch bei Gigaset.

Fazit zur Bilanz von Gigaset

Zwar läuft das Geschäftsjahr 2020 noch, jedoch ist die von Gigaset aufgestellte Umsatz- und Ergebnisprognose aufgrund der nicht mehr abzusehenden Auswirkungen unberechenbar geworden. Die Corona-Krise macht alle Planspiele hinfällig und selbst ein Unternehmen wie Gigaset kann nicht mehr wie gewohnt kalkulieren und vor allem auch agieren. Die Konsequenz bei Gigaset ist, wie übrigens in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft, eine allgemeine Reduktion der relevanten Kennzahlen gegenüber dem vergangenen Jahr.

Bild: @ depositphotos.com / Oleksandr_UA

Ulrike Dietz

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