Mehr Sicherheit für dein Smartphone

Smartphone-Sicherheit

Trojaner, Viren, Spam oder Abhörversuche – die Bedrohungen für ein modernes Smartphone sind vielfältig und reichhaltig vorhanden. Während Nutzer einige Gefahren durch achtsames Verhalten ausschalten können, braucht man für andere professionelle Hilfe – etwa durch Antivirenprogramme. Eine Übersicht.

Die Menge an Viren, die Android-Smartphones angreifen, ist riesig – und es kommen täglich neue hinzu. iPhones gelten zwar immer noch als vergleichsweise sicher. Aber auch die Apple-Geräte können zum Ziel von Cyberattacken werden. Wie groß die Gefahr ist, zeigen Zahlen, nach denen jeder dritte Smartphone-Nutzer schon einmal Opfer eines Malware-Angriffs gewesen ist. Dennoch haben laut Bitkom-Angaben deutlich weniger als die Hälfte der Besitzer eines Smartphones ein Antivirenprogramm installiert. Zu den kleinen Helfern in App-Form kommen wir gleich. Schauen wir uns erst einmal weitere Sicherheitsvorkehrungen an.


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Smartphone-Daten schützen mit Bordmitteln

Zum einen gibt es auf den Handys selbst schon jede Menge Möglichkeiten, sich vor möglichen Angriffen auf die Privatsphäre oder die auf dem Smartphone vorhandenen Daten zu schützen. Der wichtigste Punkt ist, den Smartphone-Bildschirm vor neugierigen Blicken zu schützen. Das gilt nicht nur für die Code-Eingabe – falls man nicht per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperrt. Auch die Benachrichtigungen über neue Mails, Whatsapp- oder sonstige Nachrichten können schon einiges über uns preisgeben. Diese Voransichten auf dem Sperrbildschirm sollte man also am besten ausschalten.

Weiterhin sollte man einen ganz genauen Blick auf die zu installierenden Anwendungen werfen. Das gilt für Android-Nutzer noch etwas mehr als für iOS-Nutzer, da erstere Apps auch aus Quellen außerhalb des offiziellen Play-Stores installieren können. Fragen, die man sich stellen sollte, sind: Sind die Entwickler vertrauenswürdig? Gibt es Berichte über die gewünschte App, die diese mit Malware oder Trojanern in Verbindung bringen? Auch die Frage, ob man eine wenige bekannte App unbedingt benötigt, sollte man sich stellen.

Apps und Betriebssystem regelmäßig updaten

Ebenfalls wichtig ist, Apps und Betriebssystem auf dem neuesten Stand zu halten. Das ist bei Smartphones nicht anders als bei Computern. Hier wie da sollte man regelmäßig nach Updates schauen – und diese genau überprüfen. Wenig empfehlenswert ist es, der Software freien Lauf zu lassen. Ein Punkt, den man auch schnell übersieht: Kontrolle der Zugangsberechtigungen für die installierten Programme. Oft benötigen Apps nicht alle Zugriffe, die sie gern hätten, um zu funktionieren. Hier sollte man unbedingt Einhalt gebieten, wenn nötig.

Das Smartphones mittlerweile wie Computer sind, also mit potenter Hard- und vielfältiger Software ausgerüstet, sollte man sich überlegen, ein Antivirenprogramm zu nutzen. Es gibt zwar einige Sicherheitsfunktionen an Bord, ein zusätzlicher Schutz bietet sich aber an. Gerade, weil moderne Antivirensoftware mehr kann als „nur“ vor Viren zu schützen. Einige Hersteller verlangen hierfür eine Gebühr von ein paar Euro. Der vom Computer bekannte Antivirenhersteller Avira bietet die Basisversion seiner Software Free Antivirus kostenlos für iOS und Android an.

Die beiden Versionen bieten unterschiedliche Funktionen, die wir hier einmal näher beleuchten. Zunächst genannt werden muss freilich der kostenlose VPN, der sowohl in der Android- als auch der iOS zur Verfügung steht – aber nur 100 MB pro Tag bietet. Wer mehr will, greift zu Phantom VPN Pro. Dort gibt es unbegrenztes Datenvolumen. Jetzt aber zu den übrigen Features.

Das kann Avira Antivirus Security (Android)

Herstellerangaben zufolge blockiert der Virenschutz von Avira Antivirus Security pro Monat über 350.000 Bedrohungen, inklusive der gefährlichen Ransomware. Mithilfe der Funktion Applock kann man Apps sperren und den Zugriff darauf kontrollieren. Der sogenannte Identitätsschutz benachrichtigt Nutzer sofort, wenn ihre Mailadresse geleakt worden ist. Auch eine Optimierung von Performance, RAM und Speicher ist enthalten sowie ein Diebstahlschutz mit Ortungsfunktion.

In der Pro-Version von Avira Antivirus Security gibt es zusätzlich noch den sogenannten Web-Schutz, der infizierte und Phishing-Websites blockiert, bevor sie geladen werden können. Zudem können Nutzer per Kamera- und Mikrofonschutz für jede App einzeln einstellen, ob sie ihnen den Zugriff auf Kamera und Mikro gewähren wollen.

Das kann Avira Mobile Security (iOS)

Die kostenlose Version der Mobile-Security-Anwendung hat eine Anti-Diebstahlfunktion mit Ortungsmöglichkeit sowie einen Netzwerk-Scanner an Bord. Über den lassen sich alle Geräte aufspüren, die mit dem Heimnetzwerk verbunden sind. Ein iOS-Updater informiert Nutzer regelmäßig über neue Updates für Apples mobiles Betriebssystem.

Im sogenannten Datenschutz-Manager können Nutzer verhindern, dass Siri unbeabsichtigt Gespräche aufzeichnet. Ebenfalls nicht zu verachten ist die Anrufblockierung, mit der man sich unerwünschte Anrufer und Chatpartner vom Hals halten kann.

Die Premium-Features beinhalten den Webschutz. Dank dieser Funktion sollen Online-Shopper Kreditkartendaten und Passwörter unbesorgt eingeben. Die Avira-Lösung prüft derweil die Websites im Safari-Browser auf mögliche Bedrohungen. Der Identitätsschutz sorgt dafür, dass betroffene Nutzer im Falle eines Datenlecks darüber informiert werden.

Fazit:

Für die sichere Nutzung von Smartphones können Nutzer einiges selbst tun. Allein, wenn man Vorsicht bei Klicks auf Links oder beim Installieren von Apps walten lässt, und Updates regelmäßig installiert, ist schon viel getan. Den richtigen Schliff für die Smartphone-Security kann man sich dann mit eigens dafür geeigneten Security-Lösungen holen.

Bildnachweis: Smartphone-Sicherheit. (Foto: BiljaST/Pixabay)