Rapsblüte 2018 – Rapsblüte mit dunklen Wolken

Berlin (ots) –

Wenn in diesen Tagen der Raps bundesweit blüht, blicken die deutschen Rapsanbauer nicht nur freudig auf ihre Felder. Dumpingimporte von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien sorgen für trübe Aussichten. Mit durchschnittlich 6 von insgesamt etwa 12 Mio. Tonnen ist Rapsöl der wichtigste Rohstoff der europäischen Biodieselindustrie. Durch unfaire Handelspraktiken drängen jetzt 3 bis 5 Mio. Tonnen Biodiesel auf Basis von Soja- und Palmöl aus Argentinien und Indonesien auf den europäischen Markt. Dies entspricht in etwa einer Fläche von 4 Mio. Hektar der insgesamt etwa 6,8 Mio. Hektar Rapsanbau in der Europäischen Union. Der Rückgang der Rapsölnachfrage in der Biodieselindustrie kommt über die Ölmühlen und den Agrarhandel letztlich bei den Erzeugern an, die bereits heute einen deutlichen Preisrückgang bei Raps erleben. Die EU-Kommission ist jetzt gefragt, den Dumpingimporten Regelungen entgegenzusetzen, die den Wettbewerb wieder fair gestalten. Ansonsten überlegen sich die hiesigen Landwirte in Zukunft zweimal, ob sie Raps oder eine andere Kultur anbauen. Das hat dann nicht nur zur Folge, dass der Frühling in Deutschland weniger gelb ausfallen wird, sondern führt in der Konsequenz auch dazu, dass erheblich mehr gentechnisch modifiziertes Sojaschrot für die Tierernährung importiert werden muss und der Anreiz für Regenwaldrodungen weiter erhöht wird. Trübe Aussichten, die die EU-Politik aus Sicht der deutschen und europäischen Landwirtschaft umgehend klären muss.

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