„Nachtcafé: Starke Mütter – verehrt und verteufelt“

Baden-Baden (ots) –

Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Natascha Ochsenknecht und ihrer Mutter Bärbel Wierichs, die ein inniges Verhältnis haben / Freitag, 11. Mai 2018, 22 Uhr, SWR Fernsehen

In den ersten Jahren des Lebens wird der Grundstein für die weitere Entwicklung gelegt – mit der Mutter als Bezugsperson. Das Mutter-Kind-Verhältnis kann sich im Laufe der Jahre stark verändern. Für viele Menschen ist die Mutter sogar im Erwachsenenalter noch immer die beste Freundin, klügste Beraterin und Helferin in der Not. Andere hingegen erleben keine behütete Kindheit, sondern das tragische Gegenteil. Einige Kinder werden vernachlässigt, wachsen mit einer drogen- oder alkoholabhängigen Mutter auf oder werden sogar misshandelt. Für einige Betroffene bietet sich im hohen Alter die Chance, nach einer zeitlebens problematischen Beziehung zur Mutter, einen Neuanfang mit ihr zu wagen. Anderen hingegen gelingt es nach langer Zeit des Haderns mit der fehlenden Mutterliebe abzuschließen. Wie verändert sich die Mutter-Kind-Beziehung im Laufe eines Lebens? Wie prägend ist das Verhältnis zur Mutter für die Entwicklung der Persönlichkeit? Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im „Nachtcafé: Starke Mütter – verehrt und verteufelt“ am Freitag, 11. Mai, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im „Nachtcafé“:

Natascha Ochsenknecht und ihre Mutter Bärbel Wierichs haben ein inniges Verhältnis Natascha Ochsenknecht und ihre Mutter Bärbel Wierichs haben eine Beziehung, die alle Höhen und Tiefen überdauert. Als selbstbewusste Frau und Mutter hat Wierichs ihre Tochter zu dem Menschen gemacht, der sie heute ist. Doch die Bindung zwischen den beiden hält es auch aus, wenn sie einmal nicht einer Meinung sind. „Ich habe nicht immer auf die Ratschläge meiner Mutter gehört“, so Ochsenknecht. „Aber wenn es irgendwo brennt, ist sie immer da.“

Nina Ziegler erlebte in ihrer Kindheit und Jugend Gewalt und Psychoterror Prügel, Essensentzug, Psychoterror: Nina Ziegler hat einen langen Leidensweg hinter sich. Für die wechselnden Partner ihrer Mutter war sie als Kind das willkommene Opfer – und ihre Mutter ließ das nicht nur zu, sondern stachelte die Männer sogar dazu an. „Warum liebt meine Mutter mich nicht?“ – diese Frage stellt sich Ziegler seit Langem und hat bis heute keine Antwort darauf.

Helmut Gruber wurde als Kuckuckskind geboren Ein dunkles Geheimnis überschattete die Beziehung von Helmut Gruber zu seiner Mutter. Mit 14 Jahren erfuhr er, dass er ein Kuckuckskind ist. Seine Mutter war Prostituierte und sein leiblicher Vater einer ihrer Freier. „Ich hatte nie jemanden, der sich um mich kümmert“, sagt Gruber. Heute kümmert er selbst sich um seine pflegebedürftige und depressive Mutter, doch das Verhältnis ist weiterhin angespannt.

Angelika Nachtmann kämpfte für die Gesundheit und das Leben ihrer Tochter Die Gesundheit ihrer Tochter war für Angelika Nachtmann das wertvollste Gut. Starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwäche machten Katharina das Leben zur Hölle. Experten nahmen die verzweifelte Mutter nicht ernst, doch Nachtmann war sicher: „Ich spinne nicht und mein Kind simuliert nicht.“ Nach jahrelanger Ärzte-Odyssee endlich die Erkenntnis: Ein riesiger Tumor wuchs in Katharinas Kopf. Nur dank des Kampfes ihrer Mutter konnte sie gerettet werden.

Prof. Dr. Fritz B. Simon ist als Familientherapeut tätig Mutterliebe ist einzigartig: So die Erfahrung des Familientherapeuten Prof. Dr. Fritz B. Simon. Der Psychiater kennt aber auch die Ambivalenz dieser ganz besonderen Beziehung zwischen Mutter und Kind. Erwartungen, die enttäuscht werden können, Abhängigkeit auf beiden Seiten: „Mütter geben viel für ihre Kinder. Das heißt aber nicht, dass sie keine Gegenleistung erwarten“, so Simon.

„Nachtcafé“ – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe Das „Nachtcafé“ ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema auseinanderzusetzen.

„Nachtcafé: Starke Mütter – verehrt und verteufelt“ am Freitag, 11. Mai 2018, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Fotos über www.ARD-Foto.de

Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/3937283
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