Windradunfall in Borchen

Bielefeld (ots) – Bei jedem größeren Unfall sind Behörden alarmiert und nehmen aktiv Untersuchungen auf. Im Fall der Windkraftanlage in Borchen veranlasst die Aufsichts- und Genehmigungsbehörde erst vier Wochen nach dem Unfall per Ordnungsverfügung den Betreiber, ein Gutachten zur Bodenbelastung beizubringen.

Auch wenn der Gutachter der Landwirtschaftskammer vereidigt und unabhängig sein mag, bei den betroffenen Landwirten und auch bei der politischen Gemeinde mehren sich die kritischen Stimmen zur Abwesenheit der Ämter, die nur Gutachten von Betreiber- und Herstellerseite zur Unfallursache und Verunreinigung einfordern. Bei der Havarie einer Biogasanlage neben Fließgewässern wäre dies undenkbar. Zwei Monate nach dem Unfall sind immer noch mehr Fragen offen als Antworten gegeben wurden. Die wahrscheinliche Einmaligkeit eines solchen Vorfalls reicht jedenfalls nicht aus, um als Aufsichtsbehörde das selbstständige Untersuchen abzulehnen. Dies fördert allenfalls Gerüchte um zu enge Verzahnungen von Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Quellenangaben

Textquelle:Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/66306/3937569
Newsroom:Westfalen-Blatt
Pressekontakt:Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentar der FR anlässlich des großen Protests gegen die AfD-Demo in Berlin: Warum lassen sich … Frankfurt (ots) - In der Montagausgabe (28. Mai 2018) kommentiert die Frankfurter Rundschau die AfD-Demonstration und den Protest dagegen vom Sonntag in Berlin: "Wieder einmal versucht eine kleine Gruppe (überwiegend Männer) Deutschland zu "retten". (...) Wieder einmal stellt sich ihnen eine viel größere Gruppe entgegen, die tatsächlich Hoffnung für dieses Land verheißt. Die Zivilgesellschaft in ihrer breiten Vielfalt zeigt - immer und immer wieder -, dass sie größer ist, und wenn es darauf ankommt, auch lauter als die vorlauten Rechtspopulisten sein kann. Und damit stellt sich die Frage, waru...
121. Deutscher Ärztetag: Zusammenfassung I Berlin (ots) - Erfurt, 11.05.2018 - "Beim Schutz vor Cyber-Angriffen darf es keine zwei Klassen von Krankenhäusern geben", stellt der 121. Deutsche Ärztetag in einer weiteren Entschließung fest. Hochsensible krankheitsbezogene Patientendaten seien überall gleichermaßen gut vor Fremdzugriffen zu schützen. Die IT-Sicherheit in Krankenhäusern dürfe keine Kostenfrage sein. Gerade im Zuge der digitalen Modernisierung sei sie eine Notwendigkeit. Die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geforderten Mindeststandards müssten in der gesamten vollstationären medizinischen Versor...
Berliner Zeitung: Leitartikel zur China-Reise der Kanzlerin. Von Daniela Vates Berlin (ots) - Ernüchterung und Resignation könnten sich ebenfalls über Merkels Regierungsflieger gelegt haben auf den vielen tausend Kilometern zwischen Berlin, Washington, Sotschi und Peking. Denn eine Autokratie wird immer schnellere Entscheidungen treffen können als eine Demokratie. Es mag verlockend sein, dem nachzugeben, ein bisschen hier, ein bisschen da. Wenn aber Demokratien, wenn ein Einigungsprojekt wie Europa anfängt, sich selbst als Puppenhaus zu betrachten oder gar als Museumsstück, dann ist das das erste Kapitel einer Kapitulation. Wenn sich also etwas lernen lässt von einer Tou...
Tags: