Berliner Zeitung: Kommentar zu Özil und Gündogan. Von Paul Linke

Berlin (ots) – Nationalspieler mit Migrationshintergrund sollen oft einen doppelten Standard erfüllen. Sollen besonders gute Fußballer sein und besonders gelungene Beispiele für Integration. Der DFB gibt sich ja selbst den Auftrag, eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Früher hat der Verband sich dem Kampf gegen Drogen verschrieben. Aktuell will er Brücken nach Russland bauen. Putins Fußballwelt hat er trotzdem nie infrage gestellt. Wo Machtspiele allzu offensichtlich werden, heißt es immer, der Sport müsse am Ende im Vordergrund stehen. Oder: Fußball soll keine politischen Probleme lösen. Das verlangt auch niemand. Manchmal würde es schon reichen, wenn er keine neuen schafft.

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