Viele Arztpraxen in Deutschland sind nicht barrierefrei Ein Armutszeugnis Matthias Bungeroth

Bielefeld (ots) – Diese Nachricht überrascht in ihrer Tragweite: Nur jede dritte Arztpraxis in Deutschland ist barrierefrei. Dieser trauriger Umstand ist nun durch die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch die Bundesregierung dokumentiert worden. Das ist tatsächlich ein Armutszeugnis für den Zustand eines zentralen Teils unseres Gesundheitssystems. Denn gerade die Mediziner haben mit ihrer modernen Gesundheitsversorgung entscheidend dazu beigetragen, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden können. Lag vor 100 Jahren die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern noch bei lediglich 46,4 Jahren und bei Frauen bei 52,5 Jahren, so haben sich diese Werte bis heute nahezu verdoppelt, wie das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung berichtet. Heute kann danach ein Mann mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 78, Frauen mit einem Lebensalter von 83 Jahren rechnen. Die Infrastruktur der rund 100.000 Arztpraxen hat mit der Entwicklung ganz offensichtlich nicht Schritt gehalten. Das muss sich schleunigst ändern. Die Große Koalition sollte das Thema auf ihrer Agenda weit oben ansiedeln. Als alternder oder bewegungseingeschränkter Mensch eine Arztpraxis betreten zu können, muss ein Mindeststandard werden, der ebenso ernst genommen wird wie ein Grundrecht. So kann man ganz nebenbei auch dazu beitragen, dass unnötige Klinikbesuche vermieden werden.

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