Papenburger Meyer Werft wappnet sich gegen Konkurrenz aus China

Osnabrück (ots) – Papenburger Meyer Werft wappnet sich gegen Konkurrenz aus China

Schiffbauer wollen 40-Prozent-Marktanteil am weltweiten Kreuzfahrtschiffbau verteidigen – Internationaler Wettbewerb „ungleich und unfair“

Osnabrück. Die Papenburger Meyer Werft rechnet mit neuer, starker Konkurrenz aus China. „Die Chinesen haben sich auf die Fahne geschrieben, bis 2025 in zehn Branchen weltweit führend sein zu wollen. Eine davon ist der Kreuzfahrtschiffbau“, erklärte die Geschäftsführung um Seniorchef Bernard Meyer in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag).

Demnach sind bereits auch kleinere Kreuzfahrtschiffe von etablierten Reedereien nicht in Europa, sondern in China bestellt worden. Überdies hält Bernard Meyer den Wettbewerb auf dem weltweiten Kreuzfahrtmarkt angesichts des steigenden Einflusses staatlicher Schiffbauunternehmen in Italien (Fincantieri) und Frankreich (STX France) für „ungleich und auch unfair“.

Gleichwohl sieht sich die Meyer Werft, die ihren Marktanteil am weltweiten Kreuzfahrtschiffbau zusammen mit ihrem Standort Turku (Finnland) aktuell auf etwa 40 Prozent, für den Konkurrenzkampf gerüstet. „Wir können am Markt bestehen und haben dafür eine super Ausgangslage“, sagte Tim Meyer, der die Werft gemeinsam mit seinem Bruder Jan, seinem Vater Bernard sowie Thomas Weigend führt.

Die Auftragsbücher in Papenburg sind bis zum Jahr 2023, die in Turku gar bis 2024 gefüllt. „Diese Aufträge sind unsere Chancen, die wir nutzen müssen“, so Tim Meyer. In Papenburg entsteht mit der „AIDAnova“ derzeit das erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit dem als umweltfreundlich geltenden Flüssigerdgas LNG fahren kann.

Klare Bekenntnisse gibt Meyer zu seinen Standorten Papenburg und Rostock. Im Emsland hat das Familienunternehmen elf Hektar Land in einem Hafenerweiterungsgebiet gekauft, um seine Logistik neu aufzustellen. In der Rostocker Neptun Werft werden in Serie die Maschinenraumsektionen für die Kreuzfahrtschiffe in Papenburg und Turku gebaut. „Das bedeutet eine Stärkung und auch ein klares Bekenntnis zum Standort Rostock“, so Tim Meyer. Darüber hinaus will die Meyer Werft bei der Entwicklung neuer Technologien Vorreiter sein. Dabei arbeitet sie weiterhin langfristig mit einer Reihe strategischer Zulieferer zusammen. „Wir wollen Know-how an uns binden, das andere nicht haben“, formuliert Bernard Meyer eines der Ziele des in sechster beziehungsweise siebter Generation geführten Familienunternehmens.

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