Grüne fordern Bundesverkehrsminister zum Ende der „Kumpanei mit Autobossen“ auf

Osnabrück (ots) – Grüne fordern Bundesverkehrsminister zum Ende der „Kumpanei mit Autobossen“ auf

Hofreiter: Treffen mit Daimler-Chef bietet die Chance dafür – „Der gute Ruf von Autos Made in Germany bröckelt“

Osnabrück. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dazu aufgefordert, „die jahrelange Kumpanei“ mit Deutschlands Autobossen zu beenden. Die Einbestellung von Daimler-Chef Dieter Zetsche an diesem Montag ins Ministerium biete dazu die Gelegenheit, sagte Hofreiter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Wegen des Manipulationsfalls beim Mercedes Vito müsse Scheuer von Zetsche „unmissverständlich Offenheit einfordern“.

Hofreiter betonte: „Der gute Ruf von Autos Made in Germany bröckelt weiterhin dramatisch, darum ist jetzt schonungslose Aufklärung geboten.“ Der Daimler-Chef habe mehrfach versichert, bei Mercedes werde „nicht geschummelt“. Doch dies glaube ihm nicht einmal mehr der Verkehrsminister, wie das von Scheuer anberaumte Treffen mit Zetsche belege. Nötig seien endlich Hardware-Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen „auf Kosten der Betrüger statt ein Weiter-So auf Kosten der Betrogenen“, erklärte der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion. „Mit schnöden Versprechen ist es jetzt endgültig vorbei“, sagte er.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat laut Bundesverkehrsministerium bei Untersuchungen des Kleintransporters Mercedes-Benz Vito unzulässige Abschalteinrichtungen entdeckt, teilte das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag mit. Für weltweit gut 4900 Fahrzeuge, darunter gut 1370 in Deutschland, sei ein Rückruf angeordnet worden.

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