Jäger der versunkenen Lok

Mainz (ots) –

Von der Modellbahnanlage bis zum modernen Hochgeschwindigkeitszug, quer durch die Rocky Mountains oder einfach nur zwischen Stuttgart, Ulm und Biberach – über 900 Sendungen „Eisenbahn-Romantik“ haben die Welt des Schienenstrangs erkundet. In diesem Jahr widmen sich vier Extra-Folgen einer Lokomotive aus dem Südwesten, die bis heute noch kein lebender Mensch zu Gesicht bekommen hat. Am Samstag, 26. Mai, 15:45 Uhr, heißt es in Folge 2 im SWR Fernsehen: „Jäger der versunkenen Lok – 25 Jahre Schatzsuche“.

Der Sage nach soll Hagen von Tronje den Schatz der Nibelungen vor über 1500 Jahren im Rhein versenkt haben. Bis heute lebt diese Legende von vielen Spekulationen. Um einiges handfester sind die Fakten im Falle eines anderen „Schatzes“, der im Rhein verschollen ist: Am 14. Februar 1852 fiel eine funkelnagelneue Lokomotive aus der Karlsruher Maschinenbaufabrik Keßler bei der Auslieferung vom Schiff und versank bei Germersheim im Strom. Bis heute hat sie kein Mensch mehr gesehen.

Ein Lokführer geht auf die Suche

Rund anderthalb Jahrhunderte später liest ein kleiner Junge aus Cochem an der Mosel von der im Rhein versunkenen Lok und macht sich auf die Suche. Wo liegt sie? Welche Informationen gibt es über sie? Er schart Mitstreiter vom Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein um sich. Sogar einen Geophysiker begeistert er von seiner Suche, als er glaubt, den Lageort der Lok nach 150 Jahren gefunden zu haben. Hat er aber nicht. Die Lok scheint für immer verschwunden – bis, ja, bis der Junge, der längst ein gestandener Lokomotivführer geworden ist, hunderte von Überstunden abfeiern muss. Da geht er nochmals in die Archive und schafft es, aus vielen kleinen Hinweisen zu rekonstruieren, wo die Lok liegen muss. Der Geophysiker bestätigt: Da, wo die Lok im Rhein liegen soll, liegt etwas aus Metall, so groß wie die Lok, so schwer wie die Lok. Das Geheimnis der versunkenen Lok ist gelüftet.

Vom Bau bis zur Bergung

Der erste Teil der „Extra“-Reihe erzählte im April die Geschichte des verschwundenen Stahlrosses. In den nun folgenden Teilen (26.5. und 22.9., jeweils 15:45 Uhr im SWR Fernsehen) wird die langjährige Suche nach der verschollenen Lok beschrieben, die Geschichte des traditionsreichen Lokomotiven-Baus im Südwesten erzählt und im vierten Teil (29.9., 15:45 Uhr) begleiten die Fernsehkameras die Vorbereitungen für eine mögliche Bergung der ältesten noch existierenden deutschen Lokomotive.

Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/3953096
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