Abtreibungsreferendum in Irland

Stuttgart (ots) – Das Abtreibungsreferendum in Irland stellt den Schlussstein dar in einem Prozess, der 1973 mit dem Beitritt zur damaligen EWG begann. Aus der verarmten, theokratischen Insel weit draußen im Atlantik war schon zur Jahrtausendwende durch Milliardensubventionen aus Brüssel ein wirtschaftlich erfolgreicher, politisch selbstbewusster Staat geworden. Die Ablösung von der katholischen Kirche dauerte länger und kam in einem Dreischritt: Zunächst die staatlichen Untersuchungen der Verbrechen gegen Kinder, die Priester und Nonnen jahrzehntelang ungestraft begehen konnten; vor drei Jahren die erfolgreiche Volksabstimmung über die Schwulenehe; nun mit Zweidrittelmehrheit die Abschaffung eines faktischen Abtreibungsverbots.

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