„Hilfe zur Selbsthilfe“ – Die Hilfsorganisation Help im Südsudan (AUDIO)

Bonn (ots) –

Anmoderationsvorschlag: Vor etwa einem Jahr rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Spenden gegen die große Hungersnot in Teilen Afrikas, wie beispielsweise dem Südsudan auf. Dürre und Bürgerkrieg haben dort rund 5,3 Millionen Menschen in eine akute humanitäre Notlage gebracht. Verbessert hat sich die Situation seither leider nicht. UN-Organisationen warnen stattdessen davor, dass diese Zahl in den kommenden Monaten sogar noch rapide steigen könnte. Die Hilfsorganisation „Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“ engagiert sich gegen Unterernährung und für Wasserversorgung im Südsudan. Wie es um die aktuelle Situation vor Ort bestellt ist, das weiß Mathias Pillasch.

Sprecher: Seit nunmehr 5 Jahren wütet im Südsudan der Bürgerkrieg. Die Folgen für die Bevölkerung des kleinen Ostafrikanischen Staates sind verheerend.

O-Ton 1 (Fabian Nolde, 15 Sek.): „Etwa 4,3 Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen und die Hälfte der südsudanesischen Bevölkerung – 6,3 Millionen Menschen – haben nicht genug zu essen. Ungefähr genauso viele Menschen haben auch keinen Zugang zu Trinkwasser. Und das sind äußerst alarmierende Zahlen.“

Sprecher: Erklärt Fabian Nolde, Projektkoordinator von „Help“ im Südsudan. Unter widrigen bis lebensgefährlichen Bedingungen kämpfen die internationalen Helfer gegen den Hunger vor Ort und für sauberes Trinkwasser.

O-Ton 2 (Fabian Nolde, 17 Sek.): „Wir unterhalten 12 Behandlungszentren im Hinterland vom Südsudan. Dort retten wir ungefähr 4000 Kinder pro Jahr vorm Hungertod. Wir bohren massiv Brunnen, 40 Brunnen letztes Jahr, 40 Brunnen dieses Jahr. Mit den 40 Brunnen pro Jahr können etwa 20.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden. (…)“

Sprecher: Das Konzept von „Help“ ist dabei die „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Südsudanesen werden ausgebildet, um ihre Lebensumstände aus eigener Kraft nachhaltig verbessern zu können.

O-Ton 3 (Fabian Nolde, 20 Sek.): „So bilden wir Wasserkomitees aus, die sich um die Wartung und Reparatur der Brunnen kümmern. Also da bauen wir eine Nachhaltigkeitskomponente ein in die Projekte. Und wir versuchen sogenannte Müttergruppen zu bilden und diese im Anbau von Gemüse zu unterrichten. Sodass sie ihren Kindern ein vielfältigeres Nahrungsangebot über das ganze Jahr hinweg bieten können.“

Sprecher: Der anhaltende Bürgerkrieg im Südsudan erschwert die Arbeit der Hilfsorganisationen allerdings immens. Sodass auch in diesem Jahr eine akute Hungersnot droht, die das Eingreifen der Weltgemeinschaft zwingend notwendig macht.

O-Ton 4 (Fabian Nolde, 20 Sek.): „Die internationalen Helfer vor Ort müssen die Möglichkeit bekommen, den Menschen sofort zu helfen. Das heißt, wir brauchen Zugang und wir brauchen die finanziellen Mittel, um unsere Arbeit dort fortsetzen zu können. Und wir sind momentan extrem unterfinanziert. Das heißt jeder Einzelne, kann die Hilfsorganisationen unterstützen, sodass effektive Hilfe geleistet werden kann.“

Abmoderationsvorschlag: Weitere Informationen zu den Projekten von „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ und der Spendenaktion für den Südsudan finden Sie im Internet unter www.help-ev.de.

Quellenangaben

Textquelle:Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/15739/3956451
Newsroom:Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
Pressekontakt:Michaela Mezger
Tel.: 0228/91529-13
Mail: mezger@help-ev.de

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