zur Buchpreisbindung

Bielefeld (ots) – Die Kommission, die jetzt die Preisbindung für Bücher abschaffen will, besteht aus Wirtschaftstheoretikern, Juristen, Managern und Aktienbesitzern. Muss man mehr sagen? Diese Leute mögen kulturaffin im Privaten sein – beruflich können sie sich Schöngeistiges gar nicht leisten. Da zählen nur Kosten-Nutzen-Rechnungen und der Shareholder Value. Das Buch aber ist viel mehr als ein Industrieprodukt. Wird die Verbreitung des geschriebenen Wortes mit ökonomischen Argumenten behindert, bleibt jede Erkenntnis flüchtig: ohne Buch kein Fortschritt. Fortschritt aber muss kommuniziert werden, die Weltbilder der Literaten ebenso wie die Ergebnisse der Wissenschaft. Je mehr Buchläden (Händler!) an dieser Kommunikation beteiligt sind, desto fruchtbarer der Gedankenaustausch unter informierten Bürgern. Die Schweiz hat keine Buchpreisbindung. Folgenarm warum? Weil der Schweizer Buchhandel 80 Prozent seines Umsatzes mit dem Buchpreisbindungsland Deutschland macht. Wo das nicht möglich ist, verschwinden die Buchläden. Was dem Kulturmenschen ein Graus ist. Dem Ökonomen müsste es ebenfalls einer sein.

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