Die Schienen sind voll

Hagen (ots) – Natürlich ist das zunächst eine gute Nachricht: Die Deutsche Bahn kauft zusätzliche Fernverkehrszüge und modernisiert zudem alte ICE, die sie eigentlich aussortieren wollte. Das Staatsunternehmen rechnet mit weiter steigenden Fahrgastzahlen. Und nicht nur in die ICE-Flotte investiert die Bahn, das Netz wird mit einem neuen Signalsystem technisch aufgerüstet, so dass mehr Züge fahren können.

Denn das Problem ist ja: Die Schienen sind vielerorts schon jetzt voll. Auch deshalb setzt Bahn-Chef Lutz auf superlange ICE – es ist oft schlicht kein Platz mehr für zusätzliche Züge im Netz. Das System Bahn stößt in Deutschland an seine Grenzen. Die Verdoppelung der Fahrgastzahlen im Fernverkehr bis zum Jahr 2030, die sich Union und SPD in ihren Koalitionsvertrag geschrieben haben, ist nur möglich, wenn das Netz kräftig ausgebaut wird.

Andernfalls droht, was in der Region gerade zu besichtigen ist: Der geplante ICE-Sprinter von Köln nach Berlin würde ja nicht nur Hagen vom Stundentakt in die Hauptstadt abkoppeln, der superschnelle Zug würde den Nahverkehr massiv ausbremsen. Auch, weil das Schienennetz über Jahrzehnte bis in die Ära Mehdorn zurückgebaut wurde. Ein Fehler, der sich jetzt rächt.

Quellenangaben

Textquelle:Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/58966/3959367
Newsroom:Westfalenpost
Pressekontakt:Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Das könnte Sie auch interessieren:

zur Kriminalität Bielefeld (ots) - Wenn die amtlich registrierte Kriminalität statistisch erfasst und auf dieser Basis politisch oder sonst wie interpretiert wird, dann fühlen sich viele Bewohner von Großstädten wie in einer anderen Welt. Apropos »fühlen«. Sobald von »gefühlter« Kriminalität die Rede ist, muss man aufpassen. Denn mit dieser Formulierung sollen Menschen, die berechtigte Sorge davor haben, Opfer von Verbrechen zu werden, als Personen mit gestörter Wahrnehmung denunziert werden. Die Statistik ist nicht mehr als eine Beruhigungspille, solange sie unsauber geführt wird: So tauchen zum Beispiel K...
„Anarchie droht“ Kommentar von Reinhard Breidenbach zu linker Gewalt Mainz (ots) - Wenn diese Republik es zulässt, dass eine Menschenjagd auf Polizisten stattfindet - eine schlimmere Bankrotterklärung ist kaum vorstellbar. Was jetzt in Hitzacker geschah, die Belagerung eines Polizistenhauses, ist weder neu, noch ein Einzelfall. Das macht die Sache schlimmer. Es zeigt nämlich die Steigerung eines verhängnisvollen Trends: Die Hemmschwelle zur Anwendung krimineller Gewalt sinkt, Aversionen bis hin zum Hass gegenüber staatlichen Institutionen wachsen. Wenn dann Ziel dieses Hasses diejenigen sind, die Menschenleben schützen, nämlich Polizisten, Feuerwehrleute und an...
Protest lohnt sich in Berlin – Kommentar von Gudrun Mallwitz Berlin (ots) - Jahrelang haben die rund 3500 Einsatzkräfte bei der Berliner Berufsfeuerwehr vergebens für eine bessere Bezahlung, für mehr Kollegen und eine bessere Ausrüstung gekämpft. Jetzt stehen sie vor merklichen Verbesserungen. Der wochenlange Dauerprotest durch die Mahnwache am Roten Rathaus zeigt Wirkung: In einem Gespräch mit Innensenator Andreas Geisel (SPD) wurden nun erste Erfolge erzielt. Damit zeigt sich wieder einmal: Es lohnt sich durchaus, für seine Belange einzutreten. In Berlin gilt das derzeit vor allem für die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Denn nach den harten Sparja...