Kommentar Der Ball im Netz = Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) – Angriffe im Fußball sollen eigentlich das Geschehen auf dem Bildschirm bestimmen. Doch längst sind Cyber-Kriminelle in der Lage, die Fernseher selbst in ein Angriffsfeld zu verwandeln und zum Teil einer größeren Attacke zu machen. Wenn der Ball im Netz ist, hat das nicht mehr nur Bedeutung für Sieg und Niederlage in einem analogen Spiel. Denn der Fußball im Netz bedeutet, dass ein Millionenpublikum potenziell zum Opfer unsicherer digitaler Zugänge wird. Jeder kann sich wappnen. Einfach mal vorstellen: Auf was alles könnten Eindringlinge zugreifen, wenn sie über den Internetzugang des Smartfernsehers Web-Kameras, Mikrofone zur Sprachsteuerung oder auch andere Rechner im Haus entern. Also kann auch jeder den Angreifern die Rote Karte zeigen und alles deaktivieren, was er nicht zum Gucken braucht. Aber auch Politik und Wirtschaft sind in einer fußballbegeisterten Nation gefordert, digitales Foulspiel stärker zu verfolgen. Es braucht ganz praktische Werkzeuge: Der seriöse Check, ob das Fernsehgerät sicher oder schon infiziert ist, muss so schnell und so einfach werden, wie das Öffnen der nächsten Dose Bier zur zweiten Halbzeit.

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