Ausbildung und Studium Menschen, die zupacken können Stefan Schelp

Bielefeld (ots) – Darf die das? Eine Bildungsministerin, die sich zitieren lässt mit dem Satz „Wir müssen die berufliche Bildung aufwerten“? Um es kurz zu machen: Sie darf das. Sie muss es sogar. Die Vorgängerinnen von Anja Karliczek, Annette Schavan und Johanna Wanka, waren auf Studium und Forschung fokussiert. Dass die Neue den Akzent anders setzt, ist angemessen. Unsere Hochschulen platzen aus allen Nähten. Wer sein Abitur gebaut hat, kriegt von allen Seiten eingeimpft, dass er nun zu studieren hat, am besten noch seinen Doktor macht. Und wenn’s gut läuft, einen Nobelpreis gewinnt. Natürlich brauchen wir solche Überflieger. Nur dass nun mal nicht jeder ein wissenschaftlicher Überflieger sein kann. In vielen Betrieben wird seit langem darüber gejammert, dass die jungen Hochschulabsolventen zu wenig Bodenhaftung haben, dass sie praxisfern sind, im Job die Zielorientierung vermissen lassen. Die Wirtschaft braucht im übertragenen und im wörtlichen Sinne Menschen, die zupacken können. Das Reden über den Fachkräftemangel ist ja kein inhaltsleeres Gejammer. Viele Unternehmen wären längst weiter, gäbe es diese Lücke nicht. Die Bildungsministerin, die sich auch als Ausbildungsministerin sieht, redet ja nicht das Studium schlecht. Sie will Ausbildung und duales Studium stärker ins Licht rücken. Wer dann welchen Weg geht, muss jeder für sich entscheiden. Einen Mangel an Studierenden muss wohl niemand befürchten.

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