MZ zu Datenweitergabe

Halle (ots) – Diejenigen, die mit Daten handeln, haben es zu ihrem Handwerk gemacht, unterschiedliche Datensätze miteinander zu kombinieren. Und zwar so, dass daraus spannende Informationen erwachsen. Etwa diejenige, wie wahrscheinlich es ist, dass jemand mit einer bestimmten Adresse diese oder jene Partei wählt. So lässt es sich nachvollziehen, warum CDU und FDP Daten von der Post gekauft haben. Diese seien ja auch nicht personenbezogen, argumentieren sie. Und: Sie zeigten ja nur Wahrscheinlichkeiten auf. Die Post und die Parteien wollen uns damit sagen: Regt euch nicht auf, ihr seid doch überhaupt nicht nackt. Und doch entkleiden sie uns mehr oder weniger. Gerade weil Daten längst zur Währung geworden sind, braucht es die Pflicht zu mehr Transparenz für Unternehmen und Parteien. Zum Schutz des Einzelnen und der Demokratie brauchen wir eine Debatte, welche Grenzen im Wahlkampf angemessen sind. Dringend.

Quellenangaben

Textquelle:Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/47409/3905978
Newsroom:Mitteldeutsche Zeitung
Pressekontakt:Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Landeskinderquote bei Medizinstudenten in Sachsen-Anhalt Halle (ots) - Ein Medizinstudienplatz ist in Deutschland ein rares Gut, mancher muss jahrelang darauf warten. Es werden sich gewiss junge Leute finden, die stattdessen eher zähneknirschend zehn Jahre in der Altmark praktizieren - und eben erst danach weggehen und dafür dann mit dem verdienten Geld bessere Chancen im Bieten um eine neue Praxis in der Großstadt haben. Im Zweifel hat der Staat dann die Preise bei der Übernahme von Praxen befeuert. Eine nachhaltige Versorgung sieht zwar anders aus, aber das Land hat den Mangel dann zumindest kurzfristig behoben. Politisch dürfte ein solches Vorg...
Badische Zeitung: Britische Fehler im Fall Skripal: Wenn es an Vertrauen fehlt Freiburg (ots) - Nicht zuletzt die Lügen im Irakkrieg haben das Grundvertrauen in westliche Regierungen geschmälert. Das heißt nicht, diese würden nun ständig betrügen. Wer solches unterstellt, verkennt die Tugenden der Demokratie. Aber es bedeutet, dass westliche Regierungen gut beraten wären, zögen sie bei ihrem Handeln ein teilweise begründetes Misstrauen ihnen gegenüber mit ins Kalkül. May hat diese Erkenntnis ignoriert. http://mehr.bz/khs80QuellenangabenTextquelle: Badische Zeitung, übermittelt durch news aktuellQuelle: https://www.presseportal.de/pm/59333/3910024Newsroom: Pressekontakt...
35 deutsche Dschihadisten sitzen in kurdischen Gefängnissen – 100 radikalisierte Kinder im … Köln (ots) - Nach den großen Gebietsverlusten der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) sind mindestens deutsche 35 Islamisten in kurdischen YPG-Lagern gefangen, 13 von ihnen stammen nach Recherchen des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe) aus Nordrhein-Westfalen. Viele von ihnen drängen ihre Familien und Anwälte in Deutschland bei ihrer Rückkehr zu helfen. "Der Druck der Haft ist so groß, dass viele deutsche Dschihadisten zurückkehren wollen", sagte Burkhard Freier, Chef des NRW-Verfassungsschutzes, der Zeitung. "Auch hat der Mythos IS an Glanz verloren. Das heißt aber noch lange nicht, ...
Tags: