Ab heute neue Tierwohllabel auf Fleischverpackungen: Grüne sehen darin Armutszeugnis

Osnabrück (ots) – Ab heute neue Tierwohllabel auf Fleischverpackungen: Grüne sehen darin Armutszeugnis

Hofreiter fordert von Bundesregierung Vorschlag für staatliches Label

Osnabrück. Sowohl Lidl als auch die privatwirtschaftliche „Initiative Tierwohl“ starten ab Dienstag (3. April) mit der Kennzeichnung von Fleisch aus besseren Haltungsbedingungen. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter nannte das in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) ein Armutszeugnis für die neue Bundeslandwirtschaftsministerin, weil der Handel weiter sei als die Bundesregierung. Hofreiter forderte von der Bundesregierung „schnellstmöglich“ einen Vorschlag, wie eine klare und verbindliche Kennzeichnung umgesetzt werden kann.

Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte zuletzt bekräftig, ein staatliches Tierwohllabel einführen zu wollen. Mit Details hielt sie sich aber zurück. Schon ihr Vorgänger Christian Schmidt (CSU) hatte daran gearbeitet. Sein Vorschlag sollte allerdings freiwillig sein. SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch hatte zuletzt in der „NOZ“ ein Pflichtlabel auf Fleischverpackungen gefordert. Der agrarpolitische Sprecher der FDP, Gero Hocker, sprach sich gegen ein staatliches Label aus. Deutschland brauche kein „Staatsfleisch“, so Hocker zuletzt in der „NOZ“.

Die Grünen hingegen haben sehr konkrete Vorstellungen. Hofreiter: „Wir fordern eine 3-2-1-0-Fleischkennzeichnung, ähnlich wie bei den Eiern. So können Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Blick erkennen, ob sie Milch oder Fleisch von einer Kuh kaufen, die auf der Weide gegrast hat oder von einer, die das Sonnenlicht nie zu Gesicht bekam.“ Lidl startet nach eigener Ankündigung am Dienstag mit einem sogenannten Haltungskompass. Vier Stufen sollen zeigen, wie gut oder schlecht das Tier gelebt hat. Zudem startet die Initiative Tierwohl laut Mitteilung mit einer Kennzeichnung von Geflügelfleisch aus Tierwohl-Ställen.

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