Reste von Erkältungsmitteln entsorgen

Baierbrunn (ots) – Angebrochene Erkältungsmittel sollten auf keinen Fall für das nächste Jahr aufgehoben werden. „Sobald flüssige Arzneimittel mit Sauerstoff in Kontakt kommen, ist die Wirkung nicht mehr bis zum Ablauf des aufgedruckten Verfalldatums gewährleistet“, erklärt Dr. Stephan Hahn, Apothekeninhaber aus Cuxhaven, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Flüssige Zubereitungen gegen Husten, wie Säfte und Tropfen, sind nach Anbruch in der Regel sechs Monate haltbar, Antibiotikasäfte sogar nur wenige Wochen. „Das Anbruchdatum muss deshalb auf der Packung notiert werden“, betont Hahn. Das gilt auch für Nasensprays und -tropfen, die nach Anbruch ebenfalls nur wenige Monate verwendbar sind. Der Zeitraum kann je nach Präparat variieren und ist wie bei allen flüssigen Arzneiformen auf der Verpackung und in der Packungsbeilage angegeben. Grundsätzlich sollten Nasensprays und -tropfen immer nur von einer Person verwendet werden. „Sprühkopf und Pipette kommen in der Nase mit Bakterien in Kontakt“, so Hahn. „Benutzt danach eine andere Person das Spray, kann sie sich damit infizieren.“

Produkte mit ätherischen Ölen, wie zum Beispiel Erkältungsbalsame, sollten nach Anbruch nicht länger als zwölf Monate verwendet werden: Mit der Zeit verflüchtigen sich die wirksamen Bestandteile. Cremes können sich zudem in ihre festen und flüssigen Bestandteile trennen. „Die Zersetzungsprodukte können die Haut reizen“, sagt Hahn. „Präparate, die auffällig aussehen oder riechen, sollte man nicht mehr verwenden.“

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 4/2018 A liegt aktuell in den meisten Apotheken aus.

Quellenangaben

Textquelle:Wort & Bild Verlag – Apotheken Umschau, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/52678/3906098
Newsroom:Wort & Bild Verlag - Apotheken Umschau
Pressekontakt:Katharina Neff-Neudert
Tel. 089 / 744 33 360
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: presse@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Aktuelle Krankenhausfinanzierung schadet Patienten Hamburg (ots) - Die Bundesländer ziehen sich immer mehr aus der Krankenhaus-Finanzierung zurück. Sie übernehmen nur noch knapp die Hälfte der Investitionskosten, für die sie laut Gesetz zuständig sind. Diese Unterfinanzierung führt dazu, dass Krankenhäuser einen Teil der notwendigen Investitionen selbst zahlen müssen - und zwar aus den Mitteln der Krankenkassen, die eigentlich für die Behandlung von Patienten gedacht sind. Das geben Krankenhausmanager in einer dem ARD-Wirtschaftsmagazin "Plusminus" vorliegenden qualitativen Studie an. Die Professoren Karl-Heinz Wehkamp (Hochschule für Angewand...
In der Schwangerschaft zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser Baierbrunn (ots) - In der Schwangerschaft sollten Frauen sich möglichst an die Empfehlung halten, zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser zu trinken. "Das Baby benötigt das Wasser für den eigenen Kreislauf, für wichtige Stoffwechselprozesse und für die Aufnahme von Nährstoffen", erläutert die Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn im Apothekenmagazin "Baby und Familie". Über den Tag verteilt beträgt die Trinkmenge im Idealfall 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Kräuter- und Früchtetee. Auch die werdende Mutter braucht das Wasser: "Durch das Ki...
Ost-Ghouta: Hilfsbedarf steigt dramatisch an Bonn (ots) - Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende. Vor allem in Douma in der Region Ost-Ghouta sind noch immer zehntausende Zivilisten von den Kämpfen eingeschlossen. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) schätzt, dass in den letzten vier Wochen mehr als 133.000 Menschen aus Ost-Ghouta geflohen sind. 45.000 Menschen sind in Aufnahmeeinrichtungen in Damaskus untergekommen. 44.000 Frauen, Kinder und ältere Menschen konnten die völlig überfüllten Einrichtungen bereits verlassen. Der UNHCR arbeitet vor Ort mit lokalen Organisationen zusammen, um die Lebensbedingungen zu verbesser...