Emil für SWR-Doku und Kinofilm

Baden-Baden (ots) –

SWR Dokumentation „Ridoy – Kinderarbeit für Fußballschuhe“ und Kinofilm „Ab ans Meer!“ als herausragende Produktionen im Kinderprogramm gekürt

„Ridoy – Kinderarbeit für Fußballschuhe“, eine Doku aus der Reihe „Schau in meine Welt“, und der Kinder- und Jugendfilm „Ab ans Meer!“ wurden mit dem Emil 2018 ausgezeichnet. Der Emil wird seit 1995 von der Zeitschrift TV Spielfilm vergeben und gehört zu den wichtigen Preisen für Kinderprogramme in Deutschland.

Preis für einen Film über ein Kind, das keine Kindheit hat Für die Doku-Reihe „Schau in meine Welt“ produzierte der SWR das 25-minütige Porträt „Ridoy – Kinderarbeit für Fußballschuhe“. Der Film begleitet den 12-jährigen Ridoy, der in einer Gerberei in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesh, arbeitet. Das Gerberviertel ist einer der am meisten verschmutzten Orte der Welt. Die Arbeit hier ist schwer und gesundheitsschädlich. Ridoy möchte wieder in die Schule gehen. Doch der Fabrik, in der fast alle aus Ridoys Familie arbeiten, droht die Schließung. Ridoys Traum gerät durch die nahende Geldnot der Familie ins Wanken. Die Autorin der Doku, Irja von Bernstorff, drehte in den Slums von Dhaka, in der jedes zweite Kind mit spätestens 14 Jahren zum Familienunterhalt beitragen muss. Die Jury aus Medienpädagogen und Journalisten lobt die Doku als „intensiv und berührend, aber nicht anklagend, sondern vielmehr mit der Botschaft versehen: Man kann die Welt nicht von heute auf morgen verändern, aber man kann sie jeden Tag ein bisschen besser machen.“

„Schau in meine Welt“ im KiKA

„Schau in meine Welt“ läuft jeden Sonntag um 16:15 Uhr in KiKA, ermöglicht jungen Zuschauerinnen und Zuschauern mit Geschichten über Kinder einen Blick in eine andere Realität und macht diese andere Welt erlebbar. Die Doku-Reihe „Schau in meine Welt!“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von hr, KiKA, MDR, RB, rbb und SWR. Die Redaktion im SWR hat Claudia Schwab. Die Folge lief am 29. Oktober 2017 in KiKA.

Auszeichnung für innovativen Kinder- und Jugendfilm In dem Kinofilm „Ab ans Meer!“ beschließt der elfjährige Thomas (Petr Simak) mit seiner neuen Kamera einen Film über seine Familie, seine Freunde und seine erste Liebe zu drehen. Als Thomas herausfindet, dass sein Vater ihn anlügt, will er mit seinem besten Freund Harris (Jan Marsal) den Geheimnissen seiner Familie auf die Spur kommen. „Ab ans Meer!“ zeichnet sich durch eine innovative Bildsprache aus. Die subjektive Kamera nimmt die Perspektive der Kinder ein und erzeugt bewusst einen amateurhaften und hyperrealistischen Look. Die Jury bezeichnet den Film als „eine Mixtur aus Komödie, Porträt, Detektiv- und Coming-of-Age-Geschichte“, die „teils überraschend drastisch und mit hoher Wahrhaftigkeit – aus dem Leben der Jungen erzählt“.

Debütfilm

Der bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Spielfilm „Ab ans Meer!“ ist das Debüt des tschechischen Filmemachers JiÅ[TM]í Mádl. Produziert wurde der 90-minütige Kinofilm vom tschechischen Fernsehen ÄOEeská televize, Bio Illusion und Continental film. Die deutsche Synchronisation erfolgte durch teamWerk. Die Filmproduktion GmbH im Auftrag des SWR. Die Redaktion im SWR hatte Margret Schepers. „Ab ans Meer!“ kam im August 2016 in die deutschen Kinos und wurde 5. Mai 2017 in KiKA ausgestrahlt.

Fotos über www.ARD-Foto.de

Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/3907518
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