WDR, NDR und SZ: Neues Schreiben des Amokfahrers von Münster aufgetaucht

Köln (ots) – Nach der Amokfahrt von Münster wertet die Polizei weitere Informationen über den Täter aus. Der 48-Jährige Deutsche hatte gestern mit einem Campingwagen zwei Menschen getötet. Sechs weitere schweben noch in Lebensgefahr. Anschließend erschoss sich der Mann selbst.

Schon gestern war bekannt geworden, dass er bereits Ende März in einer Mail an Freunde andeutete, dass er sich das Leben nehmen will. Inzwischen hat die Polizei in einer Wohnung des Mannes in Pirna nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung ein weiteres , etwas älteres 18-seitiges Schreiben gefunden. Ermittler werten auch dieses Schreiben nachträglich als klassische Ankündigung eines Suizids. Der spätere Amokfahrer berichtet darin von gravierenden Problemen mit seinen Eltern, von Schuldkomplexen, nervlicher Zerrüttung und regelmäßigen Zusammenbrüchen. Auch von „Aggressionsausbrüchen“ und Verhaltensstörungen ist die Rede. Eine besondere Rolle spielt in dem Schreiben eine womöglich verpfuschte Operation. Dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Münster war der Mann wohl schon länger bekannt. Bei mehreren Polizeieinsätzen war er als nervenkrank aufgefallen, berichten WDR, NDR und SZ. Mehrere Verfahren gegen ihn – unter anderem wegen Bedrohung und Sachbeschädigung – wurden aber eingestellt.

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