Kommentar zu Trumps Drohung eines Raketenangriffs

Stuttgart (ots) – Die Bilder der qualvoll erstickten Menschen sind furchtbar, der Gedanke an den Einsatz von Giftgas gegen das eigene Volk kaum zu ertragen. Insofern kann man Donald Trump ausnahmsweise nicht widersprechen, wenn er fordert, die Weltgemeinschaft dürfte den Angriff auf die syrischen Rebellenenklave Ost-Ghuta nicht durchgehen lassen. Doch öffentliche Erregung ersetzt keine Strategie. Und überstürzte Aktionen können jede Situation noch schlimmer machen. Trump hat keinen Plan, keine Strategie und kein klares Ziel. Statt diplomatische Initiativen zu ergreifen, droht er Russland präpotent mit seinen „hübschen und neuen“ Raketen. Durch heimische Affären aufgewühlt und frustriert wie selten zuvor, lebt er seinen inneren Furor aus. Das disqualifiziert ihn als hehren Verteidiger des Völkerrechts.

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