Steuerzahlers Albtraum

Düsseldorf (ots) – Kritiker warnen seit langem. Doch die Stadträte von Dortmund bis Dinslaken hörten nicht. Ausgerechnet deren Stadtwerke glaubten 2010, mit dem Kauf der Steag Monopoly spielen zu können. Schon damals stellte sich die Frage, was die klammen Revierstädte mit Kraftwerken in Kolumbien und auf den Philippinen sollen. Mit öffentlicher Daseinsvorsorge hat das nichts zu tun, deshalb hätte das Land den Deal nicht erlauben dürfen. Nun wird der Steag-Traum mit Ansage zum Albtraum – und das liegt nicht nur an der Energiewende, sondern auch an einem überforderten Chef. Für 2016 musste der Konzern die Dividende aus der Substanz zahlen, damit die Stadtwerke ihren Schuldendienst leisten können. Nun müssen diese ihre Schulden, die sie für den Kauf der Steag aufgenommen haben, refinanzieren. Ein üblicher Vorgang. Dass man aber offenbar versucht, die heimischen Sparkassen ins Boot holen will, geht gar nicht. Zu den Risiken, die die Städte bereits über ihre Stadtwerke tragen, kämen die Risiken über ihre Sparkassen hinzu. Die Gefahr wächst, dass am Ende der Steuerzahler die Suppe auslöffeln muss.

www.rp-online.de

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3916159
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

zu Söders Kruzifix-Offensive Stuttgart (ots) - Jetzt wabert es wieder, jenes Hin und Her aus dümmlichen Halbwahrheiten und billigen Unterstellungen, das sich immer dann mit Unkenntnis und Unwillen verknotet, wenn es in Deutschland um die Rolle und die Bedeutung des Kreuzes geht. Den Spagat zwischen kultureller Prägung und religiöser Symbolik kann eine Gesellschaft ohne Empörungsriten aushalten, solange sie willens ist, ehrlich zu differenzieren. Das Kreuz ist in der Tat keine Lederhose, wie es der Freie-Wähler-Europaabgeordnete Arne Gericke zuspitzt. Und so wird Söder noch den Nachweis antreten müssen, dass es seiner ...
CDU-Beirat der Bundesnetzagentur für genaue Prüfung von höherem Post-Porto Düsseldorf (ots) - Der erwartete Antrag der Deutschen Post für eine Portoerhöhung auf 80 Cent muss von der Bundesnetzagentur genau geprüft werden. Das sagt Thomas Jarcombek, CDU-Bundestagsabgeordneter und Beirat der Bundesnetzagentur, der Rheinischen Post (Düsseldorf/Montag ). Jarzombek: "Das muss die Bundesnetzagentur genau prüfen. Es ist verständlich, dass es die Post bei sinkenden Sendungsmengen schwerer hat, ihr Netz zu finanzieren. Andererseits wäre ein Sprung von 70 auf 80 Cent ein kräftiger Schluck aus der Pulle. Wenn es eine Genehmigung gibt, dann sollte dies auch eine gewisse Stabil...
Düstere Wolke über Trump Regensburg (ots) - Mit dem Rausschmiss seines FBI-Direktors James Comey erwies sich Donald Trump einen Bärendienst. Weil der Präsident diesen nach eigenem Zeugnis "wegen dieser Russland-Sache" feuerte, setzte das Justizministerium Mueller als Sonderermittler ein, um Licht ins Dunkel der möglichen Verstrickungen Trumps mit Wahlhelfern aus Russland zu bringen. Und nicht nur das. Der Sonderermittler erhielt ausdrücklich das Mandat, alle Spuren weiter zu verfolgen, die er findet. Dazu gehören die Affären des Präsidenten, sein Finanz- und Geschäftsgebaren und auch etwaige Versuche, die Justiz zu be...
Tags: