Kolleginnen, traut Euch!

Düsseldorf (ots) – von Maximilian Plück

Das Lohntransparenzgesetz gibt Mitarbeiterinnen die Möglichkeit, Diskriminierung im eigenen Betrieb aufzudecken. Sie bekommen Gewissheit darüber, ob sie systematisch schlechter bezahlt werden als ihre Kollegen. Als die damalige Ministerin Manuela Schwesig das Gesetz vorantrieb, war der Aufschrei im Unternehmerlager groß. Von einem „Bürokratiemonster“ war die Rede. Die Realität widerlegt diese Vorbehalte: Wenn niemand fragt, entsteht auch keine Bürokratie. Natürlich sind die Sorgen groß. Keine Beschäftigte hat Lust, im Kollegenkreis als Querulantin dazustehen, die den Betriebsfrieden gefährdet. Doch dafür bietet das Gesetz Schutz. Mitarbeiterinnen können ihre Anfrage über den Betriebsrat starten, dann ist die Anonymität gewährleistet. Deshalb der Appell: Kolleginnen, traut Euch! So wird guter Druck erzeugt. Denn am Ende muss es im Interesse des Unternehmers sein, seine Beschäftigten gerecht zu behandeln. Wer den Ruf hat, Frauen zu benachteiligen, wird es im sich verschärfenden Wettbewerb schwerer haben, weibliche Fachkräfte zu bekommen.

Quellenangaben

Textquelle:Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/30621/3916949
Newsroom:Rheinische Post
Pressekontakt:Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Das könnte Sie auch interessieren:

Steuerzahlers Albtraum Düsseldorf (ots) - Kritiker warnen seit langem. Doch die Stadträte von Dortmund bis Dinslaken hörten nicht. Ausgerechnet deren Stadtwerke glaubten 2010, mit dem Kauf der Steag Monopoly spielen zu können. Schon damals stellte sich die Frage, was die klammen Revierstädte mit Kraftwerken in Kolumbien und auf den Philippinen sollen. Mit öffentlicher Daseinsvorsorge hat das nichts zu tun, deshalb hätte das Land den Deal nicht erlauben dürfen. Nun wird der Steag-Traum mit Ansage zum Albtraum - und das liegt nicht nur an der Energiewende, sondern auch an einem überforderten Chef. Für 2016 musste der ...
Pressestimme zu Puigdemont Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau schreibt zur Freilassung von Carles Puigdemont: Puigdemont mag sich heute als Sieger fühlen. Aber was bedeutet seine Freilassung für die Zukunft Kataloniens? Nicht viel. Nach Umfragen hat die Lust der Katalanen auf Unabhängigkeit deutlich nachgelassen: Im Januar wollten nur noch 40,8 Prozent von ihnen die Abspaltung von Spanien, 53,9 Prozent sprachen sich dagegen aus. Ende Januar schickte Puigdemont eine Reihe von Kurznachrichten an Toni Comín, einen der Politiker, die sich gemeinsam mit ihm nach Brüssel abgesetzt hatten. "Ich nehme an, dass dir klar...
SPD-Chefin weist Etat-Nachforderungen der Verteidigungsministerin zurück Osnabrück (ots) - SPD-Chefin weist Etat-Nachforderungen der Verteidigungsministerin zurück Nahles: Aufrüstungsspirale machen wir nicht mit - "Haushaltsplanung insgesamt genau richtig" Osnabrück. SPD-Chefin Andrea Nahles hat die Kritik von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen eine unzureichende Finanzausstattung ihres Ressorts zurückgewiesen. "Die Ausgaben für die technische Ausrüstung der Bundeswehr steigen", sagte Nahles der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, habe zu Recht auf viele unbesetzte Stellen in der Tr...
Tags: