Die EU hat das Ziel für den Anteil der 30 bis 34-Jährigen mit tertiärem Bildungsabschluss fast …

Luxemburg (ots) – Heute veröffentlicht Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, die neuesten Daten, aus denen hervorgeht, welche Fortschritte die EU und ihre Mitgliedstaaten bei der Erreichung der beiden Europa 2020-Kernziele im Bereich Bildung gemacht haben.

Eines der Ziele der Strategie Europa 2020 sieht vor, dass bis 2020 mindestens 40% der 30- bis 34-Jährigen in der EU über einen tertiären Abschluss verfügen sollen. Dieser Anteil ist in der Europäischen Union (EU) weiterhin kontinuierlich angestiegen, und zwar von 23,6% im Jahr 2002, dem Beginn der Zeitreihe, auf 39,9% im Jahr 2017. Diese steigende Tendenz war bei Frauen (der Anteil ist von 24,5% im Jahr 2002 auf 44,9% im Jahr 2017 gestiegen) noch ausgeprägter als bei Männern (von 22,6% auf 34,9% gestiegen), was bedeutet, dass die Frauen das allgemeine Europa 2020-Ziel übertroffen haben und die Männer noch darunter liegen.

In Deutschland lag der Anteil der 30- bis 34-Jährigen mit tertiärem Bildungsabschluss im Jahr 2017 bei 34,0% (gegenüber 24,2% im 2002), der nationale Zielwert für 2020 ist 42,0%. Vierzehn Mitgliedstaaten haben für diesen Indikator ihre Zielwerte für 2020 bereits erreicht, nämlich Belgien, Dänemark, Irland, Griechenland, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, und Slowenien.

In allen Mitgliedstaaten war 2017 der Anteil der Frauen im Alter von 30 bis 34 Jahren mit einem tertiären Bildungsabschluss höher als der entsprechende Anteil der Männer. Auch in Deutschland war dies erstmals der Fall: der Anteil der Frauen (34,2%) lag im Jahr 2017 zum ersten Mal seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2002 knapp über dem der Männer (33,8%).

Indessen ist die Quote der frühzeitigen Schul- und Ausbildungsabgänger (im Alter von 18 bis 24 Jahren) in der EU stetig zurückgegangen, von 15,3% im Jahr 2006 auf 10,6% im Jahr 2017. Junge Frauen (8,9%) beenden seltener frühzeitig die Schule oder die Ausbildung als junge Männer (12,1%). Ziel der Strategie Europa 2020 ist es, bis 2020 den Anteil der frühzeitigen Schulabgänger in der EU auf unter 10% zu drücken.

Der Anteil der frühzeitigen Schul- und Ausbildungsabgänger betrug in Deutschland im Jahr 2017 10,1% (Männer: 11,1%; Frauen: 9,0%) und lag damit knapp über dem Europa 2020-Kernziel von 10,0%. Vierzehn Mitgliedstaaten haben für diesen Indikator ihre Zielwerte für 2020 bereits erreicht, nämlich Belgien, Dänemark, Irland, Griechenland, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, und Slowenien.

Vollständige Pressemitteilung (PDF-Version) auf der Eurostat-Webseite abrufbar: http://ec.europa.eu/eurostat/news/news-releases.

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Quellenangaben

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